Sparprogramm

Stellenabbau kostet Netzausrüster Ericsson im zweiten Quartal Millionen

24. Juni 2015
Der schwedische Mobilfunkausrüster Ericsson muss bereits im zweiten Quartal Geld für Stellenstreichungen auf den Tisch legen.

Unter anderem wegen im Juni ausgesprochener Kündigungen fallen Kosten von rund 2,5 Milliarden schwedischen Kronen (271 Millionen Euro) an, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Insgesamt streicht der Konzern rund 2100 Stellen. Einsparungen aus dem Abbau würden hingegen erst gegen Ende des Jahres greifen, hieß es. Ericsson hatte die Stellenstreichungen im März angekündigt.

Ericsson-Chef Hans Vestberg
Ericsson-Chef Hans Vestberg
Foto: Ericsson

Mit dem Sparprogramm will Ericsson die Kosten um 9 Milliarden Kronen drücken (knapp 1 Milliarde Euro). Vor allem im Heimatland Schweden werden dafür Jobs in Forschung und Entwicklung gestrichen. Nach früheren Angaben rechnet Ericsson durch das Sparprogramm mit Kosten in Höhe von 3 bis 4 Milliarden Kronen. Damit hätte Ericsson nach dem zweiten Quartal bereits den Großteil der Kosten geschultert.

Im Netzwerkgeschäft drängen vor allem chinesische Anbieter mit Niedrigpreisen auf den Markt und setzen den etablierten Konzernen aus westlichen Industriestaaten zu. Zudem schickt sich der finnische Rivale Nokia an, die Schweden mit der Übernahme des französisch-amerikanischen Unternehmens Alcatel-Lucent zu übertrumpfen. Netzwerkausrüster stellen Geräte für Telekommunikationsnetze her, etwa Zentralrechner für Knotenpunkte und Basisstationen für Sendemasten. (dpa/tc)

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