RISIKO LAPTOP

Tragbare Sicherheitslöcher

04. März 2002
Reppesgaard studierte in Hannover und arbeitete danach als Reporter und Moderator bei Hörfunk von Radio Bremen zu innen- und jugendpolitischen Themen und in den Bereichen Technologie und Wissenschaft. Seit dem Jahr 2000 lebt er in Hamburg, seit 2001 arbeitet er mit Christoph Lixenfeld im druckreif Redaktionsbüro zusammen.
Zahlreiche Mobilrechner samt wichtiger Daten gehen verloren, werden geklaut und sind relativ leichte Ziele für Hacker oder Viren – vor allem auf Messen. IT-Sicherheitsverantwortliche müssen gegensteuern.

WISSEN SIE, wo sich Ihr Laptop befindet? Ein Agent des britischen Geheimdienstes MI 5 musste die peinliche Frage im vergangenen Jahr mit „Nein“ beantworten. Ein Schwips sei Schuld daran, berichtete er seinem erbosten Premierminister Tony Blair, dass er das Gerät mit Topsecret-Informationen im Taxi vergessen habe.

 Zur Häme besteht kein Anlass. Auch Unternehmens-Laptops kommen reihenweise abhanden. Die amerikanische Versicherung Safeway Insurance Group schätzt, dass 2000 in den USA 387000 mobile Computer gestohlen wurden, zwanzig Prozent mehr als noch im Jahr zuvor. „Laptops sind die Schwachstelle in Sachen Sicherheit“, warnt Thomas Winter, Senior Consultant beim Sicherheits-Software-Hersteller Checkpoint.

 Gerade auf Messen wie der Cebit haben Diebe im Gewühl der Hallen leichtes Spiel. Die Klapprechner werden vergessen, Finder oder Diebe können sie problemlos mitnehmen. Eine Viertelstunde brauchen Profis, um eine Festplatte zu kopieren – samt vertraulicher Dokumente, Passwörter und Einwahldaten fürs Firmennetz.

 Dagegen hilft etwa, die Daten auf dem Laptop zu verschlüsseln. Programme wie NAC Notebook von Norman Data Defense Systems machen zudem die Boot-Sektoren unlesbar, die das Gerät starten. Ohne Passwort taugen geklaute Laptops dann nur noch als Briefbeschwerer.

 Hacker machen Laptop zur Wanze