Anhaltender Fachkräftemangel

Unternehmen suchen Mitarbeiter im Ausland

16. September 2013
Mehr als die Hälfte der Großunternehmen in Deutschland wirbt wegen des Fachrkräftemangels in Deutschland um Experten aus dem Ausland. Doch das Zuwanderungsrecht birgt dabei manche Hürden.

Wegen des anhaltenden Fachkräftemangels werben einer Studie zufolge 13 Prozent der Unternehmen in Deutschland Mitarbeiter im Ausland an. Treiber sind dabei die großen Unternehmen. Unter den Firmen, die mehr als 500 Mitarbeiter haben, stellen demnach 58 Prozent Mitarbeiter aus dem Ausland ein, teilte der Branchenverband Bitkom am Montag mit. Besonders gefragt seien Fachkräfte aus der IT-Branche und der Telekommunikation, sagte Axel Pols, Geschäftsführer von Bitkom Research. Bedarf gebe es dabei über alle Abteilungen hinweg.

Im Schnitt blieben die Mitarbeiter bis zu drei Jahre in den Unternehmen, das hätten 60 Prozent der in der Studie befragten Firmen angegeben. "Die Personalverantwortlichen sind mit den ausländischen Fachkräften hochzufrieden", sagte Till Kaestner, Geschäftsleiter von LinkedInLinkedIn in Deutschland, der Schweiz und Österreich. Die Karriereplattform hatte der Bitkom Research GmbH den Auftrag für die Studie erteilt. "Fast alle Befragten berichten, dass sich die Mitarbeiter gut ins Unternehmen integrieren und sehr gute Arbeitsleistungen erbringen." Alles zu LinkedIn auf CIO.de

Vielfach sei die Suche nach Mitarbeitern allerdings langwierig, vor allem wenn sie aus Nicht-EU-Ländern kommen. Bis eine geeignete Fachkraft eingestellt werden könne, dauere es oft länger als ein Jahr. 45 Prozent der Befragten gaben sogar an, dass es zwei Jahre und länger brauche. Das Zuwanderungsrecht sei zwar vereinfacht worden, sei aber noch immer schwer durchschaubar, sagte Pols. So wünschten sich laut der Befragung 62 Prozent mehr Informationen über das bestehende Zuwanderungsrecht, 61 Prozent forderten leichtere Regelungen, um Familienangehörige nachkommen zu lassen. Und 60 Prozent wünschten sich, dass sich die Dauer des Rekrutierungsverfahrens verkürze.

Für die Studie befragte der Bitkom im Auftrag von LinkedIn in einem Zeitraum von zwei Wochen im Juli insgesamt 1406 Personalverantwortliche aus Unternehmen mit mindestens 50 Mitarbeitern in Deutschland. (dpa/rs)

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