Von Facebook bis Samsung

Wirtschaftsjahr 2013: Die Gewinner und Verlierer

05. Dezember 2013
Das Wirtschaftsjahr 2013 war wieder reich an Erfolgen und Niederlagen. Eine Auswahl.

Die Gewinner

Mario Draghi
Der 66-Jährige muss als EZB-Präsident die Interessen so verschiedener Euro-Länder wie Deutschland und Griechenland unter einen Hut bringen. Draghi steuert souverän durch die Euro-Krise, auch wenn es immer wieder Kontroversen gibt. So wurde die jüngste Zinssenkung aus Deutschland kritisiert, während die Börse jubelt.

Samsung
Der südkoreanische Konzern hat es aus dem Schatten des iPhone-Erfinders AppleApple geschafft. Rund jedes dritte Smartphone kommt von den Südkoreanern. Während noch Prozesse um Apples Kopier-Vorwürfe laufen, nimmt die Öffentlichkeit Samsung schließlich als Innovator wahr. Neuheiten wie die Datenuhr Galaxy Gear sollen den Ruf festigen. Alles zu Apple auf CIO.de

Facebook
Dem weltgrößten Online-Netzwerk ist 2013 ein imposantes Börsen-Comeback gelungen. Die Aktie, die über ein Jahr tief im Keller steckte, markierte einen Rekordstand. Facebook ist jetzt rund 115 Milliarden Dollar wert. Der Schlüssel: Dem Team um Mark Zuckerberg gelang es, auch auf SmartphonesSmartphones Geld mit Werbung zu verdienen. Alles zu Smartphones auf CIO.de

Bitcoin-Besitzer
Noch Anfang 2013 kostete die Digitalwährung Bitcoin gerade einmal 13 Dollar - zum Jahresende schoss der Kurs auf über 1000 Dollar hoch. Das "Hacker-Geld" können Nutzer in komplexen Rechenoperationen auf Computern selbst erzeugen. Von dem Kursschub profitierten viele Spekulanten, die sich früh eingedeckt hatten.

Opel
Der seit Jahren gebeutelte Autobauer verliert zwar immer noch Geld. Doch Opel konnte zuletzt das Minus deutlich eindämmen und wird 2013 laut Chef Karl-Thomas Neumann erstmals seit 15 Jahren keine Marktanteile einbüßen. Außerdem werden aus Rüsselsheim künftig die Verkäufe des gesamten GM-Konzerns im Wachstumsmarkt Russland gelenkt.

Die Verlierer

Praktiker-Mitarbeiter
Das Ende der Baumarktkette Praktiker mit der Tochter Max Bahr traf rund 15 000 Beschäftigte in 300 Läden. Für die meisten von ihnen war das der Beginn einer langen Hängepartie. Ende November sicherte die Übernahme von 20 Max-Bahr-Standorten rund 1300 Arbeitsplätze. Eine Transfergesellschaft für rund 4000 soll kommen.

Sparer
Die rekordtiefen Zinsen in Euroland lassen in Deutschland von "kalter Enteignung" sprechen. Denn dadurch werden Sparguthaben unter Berücksichtigung selbst der sehr niedrigen Teuerungsrate aufgezerrt. Neue Sorgen kommen mit einem möglichen "Negativzins" für BankenBanken, der auch an die Sparer weitergereicht werden könnte. Top-Firmen der Branche Banken

Thorsten Heins
Der aus Deutschland stammende Blackberry-Chef hatte hoch gepokert. Ein neues Betriebssystem werde die Talfahrt des Smartphone-Pioniers stoppen, mit der Zeit Computer ersetzen und vielleicht einmal in Autos und Zügen laufen, versprach er. Doch die neuen Telefone waren Ladenhüter, Heins nahm im November seinen Hut.

Deutsche Solarfirmen
Noch vor wenigen Jahren galt das Geschäft mit Sonnenenergie als Paradebeispiel für eine deutsche Erfolgsgeschichte. Doch billige Konkurrenz aus China und die sinkende Förderung trieben Firmen wie Asola und Conergy in die Insolvenz. Der größte Anbieter Solarworld entging mit einem Schulden- und Kapitalschnitt der Pleite.

Deutsche Telekom
Der Bonner Netz-Riese hat mit seinen Plänen für eine Tempo-Bremse im Festnetz-Internet ab 2016 ein schmerzhaftes PR-Eigentor geschossen. Beschwichtigungen, für Durchschnittsnutzer werde sich nichts ändern, halfen wenig: Der Spitzname "Drosselkom" blieb erst einmal kleben. (dpa/rs)

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Branche: Banken

Themen: Apple und Smartphones

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