Bitkom zum Fachkräftemangel

Administratoren und IT-Berater gesucht

08.11.2012, von

Neue Zahlen des Bitkom zeigen, wie sich der Mangel an IT-Experten verschärft: Er hat Vorkrisen-Niveau erreicht. Bei Anwenderfirmen sind 25.000 Stellen offen.

Mehr als viele andere Arbeitnehmer können IT-Spezialisten hierzulande die Qual der Jobwahl genießen, während ihre Arbeitgeber unter dem Fachkräftemangel ächzen. Diese Erkenntnis ist zwar nicht neu, aber eine Studie der Meinungsforscher von Aris unter 1500 Geschäftsführern und Personalchefs im Auftrag des Branchenverbandes Bitkom nährt sie mit frischem Futter. Wenngleich die subjektive Sorge wegen des Fachkräftemangels im Vergleich zum Vorjahr einen Tick weniger ausgeprägt scheint, so hat sich die objektive Lage auf dem Stellenmarkt doch verschärft.

43.000 offene Stellen für IT-Experten gibt es laut Studie zurzeit in der Bundesrepublik. Damit ist erstmals seit Ausbruch der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise wieder das Niveau der Jahre 2007 und 2008 erreicht. 2009 war die Zahl offener Stellen auf 20.000 eingebrochen, seither geht es stetig aufwärts. Im Vergleich zum Vorjahr gab es einen Anstieg um 5000 respektive 13 Prozent. Innerhalb eines Zeitraums von drei Jahren hat sich die Richtgröße sogar verdoppelt.

25.000 offene Stellen bei Anwenderunternehmen

Vorkrisen-Niveau wieder erreicht: Die Übersicht zeigt, wie viele offene Stellen Bitkom in den vergangenen Jahren zählte.Vergrößern
Vorkrisen-Niveau wieder erreicht: Die Übersicht zeigt, wie viele offene Stellen Bitkom in den vergangenen Jahren zählte.
Foto: Bitkom

"Der Bedarf an IT-Fachkräften ist erneut kräftig gestiegen", kommentiert Bitkom-Präsident Dieter Kempf die Entwicklung. "Die etwas eingetrübten Wachstumsaussichten der Gesamtwirtschaft haben noch keine Auswirkungen auf den IT-Arbeitsmarkt."

25.000 der offenen Stellen haben aktuell die Anwender zu vergeben. 18.000 der freien Jobs entfallen auf die ITK-Branche selbst. Davon 15.000 freie Jobs haben Anbieter von Software und IT-Services zu vergeben. Den Rest machen fast gänzlich Hardware-Hersteller aus – inklusive digitaler Consumer Electronics. In der Telekommunikationsbranche gibt es demgegenüber nur 600 offene Stellen für IT-Spezialisten.

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