| Inhalt dieses Artikels: | |
| Freenet: Eigenentwicklung statt Standard | |
| 16 Millionen Kunden | |
| Schneller fremde Tarife integrieren | |
08.06.2012, von Holger Eriksdotter
Freenet-CIO Stephan Esch hat die 16 Millionen Kunden von Mobilcom, Debitel und Talkline auf ein System migriert - gegen die herrschende Lehre, derzufolge Standard-IT die bessere Lösung ist.
| Stephan Esch CIO der Freenet AG: "Die Anzahl der Standardsysteme, die für unsere speziellen Anforderungen infrage kämen, war ohnehin begrenzt." Foto: Freenet AG |
Einst waren sie die drei größten netzunabhängigen Mobilfunk-Provider in Deutschland: Mobilcom, Debitel und Talkline. Doch dann übernahm die Freenet AG als Mutter von Mobilcom die Debitel Group, während diese gerade Talkline verdaute. Freenet-CIO Stephan Esch stand somit vor einem doppelten Problem: "Bei unserem Tristar-Projekt ging es darum, die Debitel-IT in das Standardsystem von Talkline zu integrieren.
Erst nach dem Abschluss dieses Projekts konnten wir die Integration mit der Mobilcom-IT in Angriff nehmen." Mit anderen Worten: Das Integrationsprojekt Tristar war auf eine Systemlandschaft ausgerichtet, von der schon während des Projekts alle wussten, dass sie allenfalls als Zwischenlösung dient - nicht unbedingt die beste Motivation für Mitarbeiter.
Wer schon weiß, dass seine Lösung so schnell wie möglich wieder abgeschaltet wird, setzt sich auch nicht so gerne mit den anderen Folgen einer Übernahme auseinander: Standortschließungen, Ortswechsel, neue Organisation und Aufgabenverteilung. Ein Großteil der ehemaligen Debitel-Mitarbeiter wechselte, ebenso wie ein Teil der Talkline-Mannschaft, zum Mobilcom-Standort Büdelsdorf in Schleswig-Holstein.
| Unternehmen | Freenet AG |
| Umsatz | 3,22 Mrd. Euro |
| CIO | Stephan Esch |
| Mitarbeiter | 4750 |
| IT-Mitarbeiter | 450 |
| Projekt | Tristar |
| Dauer | 2008 bis 2011 |
| Umfang | ca. 100.000 Manntage |
| Dienstleister | u.a. Booz & Co, Project Partners, Accenture, SQS |
| freenet AG (Mehr Fakten über die IT in diesem Unternehmen) |
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