28.07.2010, von Thomas Pelkmann
Powerpoint kann ein mächtiges Werkzeug sein, um wichtige Informationen zu präsentieren. Es kann aber bei den Zuhörern auch zum Sekundenschlaf ("Death by Powerpoint") führen. Mit den folgenden Tipps vermeiden Sie solche Ausfallerscheinungen beim Publikum.
Der Trainer und Buchautor Matthias Pöhm mag es eher deftig: "Falls Ihnen bei einer Powerpoint-Präsentation speiübel wird, können Sie unsere ‚Powerpoint-Kotztüte’ zur Hand nehmen. Die Tüte stellen Sie gut sichtbar auf Ihren Tisch, wenn der Herr Referent mehr als zehn Powerpoint-Folien gezeigt hat. Das ist ein gut sichtbares Signal für den Referenten, dass er auf seine restlichen 46 Folien verzichten sollte, will er nichts Schlimmeres riskieren." Auf der Webseite des Powerpoint-Spezialisten gibt es zehn Tüten für sechs Euro: "Reicht für 1.5 Liter Erbrochenes - entsprechend ca. 120 Folien".
| Wenn der Vortrag Übelkeit verursacht. Autor und Trainer Matthias Pöhm kennt Abhilfe. |
Das "Death by Powerpoint"-Syndrom ist oft beschrieben worden und kritisiert neben überladenen Vorträgen auch die durch das Präsentationsprogramm forcierte Verkürzung komplexer Sachverhalte auf wenige Spiegelstriche. Man kann Powerpoint auch bewusst dazu einsetzen, Informationen zu verschleiern statt Wissen zu vermitteln.
Ein pensionierter Marine-Oberst der US-Armee, Thomas X Hammes, nennt das "hypnotizing chickens". Er beschreibt den Einsatz dieser Methode bei Pressekonferenzen der Armee, wo es oft darum geht, die wahren Hintergründe militärischer Aktionen für die Öffentlichkeit mit einem Tarnanstrich zu versehen.
Wer das will, findet in Powerpoint ein willfähriges Werkzeug: Es gibt keine Vorgaben für die maximale Anzahl von Folien, für die Zahl von Elementen pro Folie oder etwa für die Mindestschriftgröße. Dafür bietet das Microsoft-Programm eine verwirrende Vielzahl von Optionen, um Texte, Bilder und Tabellen zu verzieren, einfliegen und aufbröseln zu lassen, Audio- und Videodateien einzubinden und die Folienübergängen mit spektakulären Transitions aufzumotzen.
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