"Karriere ohne Schleimspur"

5 Irrtümer über den Karriere-Aufstieg

22. März 2012
Andrea König lebt als freie Journalistin in Hamburg. Arbeiten von ihr wurden unter anderem in der Süddeutschen Zeitung und im Focus veröffentlicht, seit 2008 schreibt sie auch für CIO.de. Die Schwerpunkte Ihrer Arbeit für die CIO-Redaktion sind Themen rund um Karriere, soziale Netzwerke, die Zukunft der Arbeit und Buchtipps für Manager.
Know-how für die Karriere fehlt selbst Führungskräften. Das beschreibt Psychologe Christoph Burger in seinem Buch "Karriere ohne Schleimspur".

"KarriereKarriere ohne Schleimspur" hat der Diplom-Psychologe Christoph Burger sein gerade erschienenes Buch genannt. Darin erläutert er, wie man im Beruf Charakter zeigt, Erfolg hat und Karriere und Privatleben in Einklang bringt. Für das Buch hat Burger unter anderem 85 Arbeitnehmer dazu befragt, wie man ihrer Meinung nach erfolgreich Karriere macht. Mit insgesamt 40 Testfragen prüfte er das Karriere-Know-how und spricht in der Auswertung von einem "erschreckend lückenhaften Wissen" der Umfrageteilnehmer, von denen zwei Drittel über Führungserfahrung verfügen. Alles zu Karriere auf CIO.de

Christoph Burgers aktuelles Buch trägt den Titel "Karriere ohne Schleimspur".
Christoph Burgers aktuelles Buch trägt den Titel "Karriere ohne Schleimspur".
Foto: Christoph Burger

Aus Basis der Testfragen hat Christoph Burger große Karriere-Irrtümer zusammengestellt. Die folgenden fünf Aussagen mussten die Testteilnehmer als richtig oder falsch bewerten. Bei der Beantwortung der Fragen entschieden sich nur zwischen sieben und 19 Prozent der Befragten für die jeweils richtige Antwort:

1. Nur akzeptable Leistungen: "Wer Menschen sehr gut für sich einnehmen kann und außerdem akzeptable Leistungen bringt, hat beste Chancen, die interne Karriereleiter nach oben zu klettern." Diese Aussage ist nach Meinung von Burger falsch. "Intern werden Leistungen sehr sicher eingeschätzt. Wer sich hauptsächlich gut verkaufen kann, fällt daher durch. Der sollte es lieber extern versuchen", sagt er. Dort hätten gute Selbstpromoter bessere Chancen, denn wie die Leistungen im Detail wären, lasse sich von Externen schlecht beurteilen.

2. Schlechte Chefs: "Chefs, die ihr Geschäft nicht beherrschen, sind ein schlechter Maßstab. Karrierewillige Mitarbeiter sollten sich eher am wahren Nutzen für ihr Unternehmen orientieren, als an ihren schlechten Chefs." Auch diese Aussage hält Christoph Burger für falsch. "Chefs sind in Hierarchien immer der Maßstab", so Burger. Solange der Chef einem vorgesetzt sei, werde seine Leistung vom Unternehmen als ausreichend gut angesehen.

3. Beförderung: "Wer mehrmals befördert wird, wird früher oder später automatisch zum Topverdiener." Diese Aussage ist nach Meinung von Burger richtig. "Chefs verdienen immer mehr als ihre Mitarbeiter", sagt er. Wer mehrmals befördert werde, komme deshalb automatisch in den Bereich eines sehr guten Verdienstes.

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