iPhone in Gold sehr gefragt

Apple startet Verkauf neuer iPhones

20. September 2013
Experten hatten diesmal weniger Interesse an den neuen iPhone-Modellen vorhergesagt, doch zum Start am Freitag standen wieder hunderte Menschen vor den Apple Stores. Besonders populär soll die neue Farbe Gold sein.

Der Verkauf von Apples neuen iPhone-Modellen ist am Freitag mit den üblichen Schlangen vor den Läden und Lieferengpässen gestartet. Vor dem Berliner AppleApple Store am Kurfürstendamm warteten am frühen Morgen rund 300 Leute, in München etwa doppelt so viele. Der erste Käufer in Australien stand laut Medienberichten seit Donnerstagmittag an. Alles zu Apple auf CIO.de

Online war das neue Top-Modell iPhoneiPhone 5s schnell vergriffen, Käufer wurde nur noch eine Lieferung im Oktober versprochen. Das etwas günstigere iPhone 5c war dagegen noch in einem bis drei Tagen verfügbar. In den Läden ging laut Berichten besonders schnell das iPhone 5s in der neuen Farbe Gold zur Neige. Alles zu iPhone auf CIO.de

In Tokio fanden sich sogar rund 800 iPhone-Fans vor dem Store im Szene-Viertel Ginza ein. In China, wo die neuen iPhone erstmals schon im ersten Tag verfügbar waren, blieb es in den Läden hingegen ruhig. Seit es vor zwei Jahren bei Start des iPhone 4S Tumulte gegeben hatte, müssen sich Käufer erst online anmelden. In den USA bildeten sich lange Schlangen vor den Stores bereits Stunden vor Öffnung.

Nach Deutschland kamen auch Käufer aus anderen Ländern, wo die Telefone erst später auf den Markt kommen sollen. So waren die ersten in der Schlange in Berlin ein Jugendlicher aus der Ukraine und sein Vater, die 15 Stunden mit dem Auto gefahren sind und seit Donnerstagabend bei kaltem Wetter und gelegentlichem Nieselregen ausharrten.

Apple bringt erstmals gleichzeitig zwei neue iPhone-Modelle auf den Markt. Das teurere iPhone 5s sieht äußerlich aus wie das Vorgänger-Modell, hat aber einen deutlich schnelleren Chip, eine verbesserte Kamera und einen Fingerabdruck-Scanner. Das 100 Euro billigere iPhone 5c bekam ein Gehäuse aus Plastik. In dem Gerät ist weitgehend Technik aus dem ein Jahr alten iPhone 5 zu finden.

Apple verkauft das Plastik-Modell deutlich teurer als es viele Experten zuvor erwartet hatten. Daher wartet die Branche mit Interesse darauf, wie groß der Ansturm auf die neuen iPhones diesmal ausfallen wird. Den bisherigen Verkaufsrekord für ein Apple-Handy stellte vor einem Jahr das iPhone 5 auf, von dem binnen drei Tagen über fünf Millionen Geräte verkauft worden waren.

Apple-Chef Tim Cook verteidigte zum Marktstart die Preispolitik. "Wir hatten nie das Ziel, ein Günstig-Telefon zu bauen", sagte er dem US-Magazin "Bloomberg Businessweek". Apple sei nicht an Marktanteilen bei billigen SmartphonesSmartphones interessiert: "Ein großer Teil des Marktes ist immer Ramsch. Wir sind nicht im Ramsch-Geschäft." Stattdessen wolle Cook "wie verrückt" um anspruchsvollere Kunden kämpfen. Alles zu Smartphones auf CIO.de

Unterdessen wurde die erste Sicherheitslücke in dem neuen Betriebssystem iOS 7 bekannt, das Apple zum Start der neuen iPhones auch für ältere Geräte verfügbar machte. Man kann auch bei einem gesperrten Gerät über das neue Kontrollzentrum mit den wichtigsten Einstellungen an die Fotos gelangen, wie ein Hobby-Sicherheitsforscher feststellte. Allerdings sind dafür mehrere Schritte nötig, es klappt nicht auf allen Geräten und ein Nutzer kann den Zugang zum Kontrollzentrum auch einfach blockieren. Apple bestätigte dem Tech-Blog "TechCrunch" das Problem und will es bei einem Software-Update beheben.

Hackern lässt zudem die Fingerabdruck-Erkennung im Top-Modell iPhone 5s keine Ruhe. Während Apple betont, dass alle Daten absolut sicher seien, wurde im Internet ein Preis für denjenigen ausgeschrieben, der das System "Touch ID" knacken könne. Apple speichert im Gerät nicht den Fingerabdruck, sondern nur einen daraus erzeugten Code. Der Konzern versichert, dass daraus kein Fingerabdruck rekonstruiert werden könne und die verschlüsselte Zahlenkombination nur auf dem einen Gerät gelte. (dpa/rs)

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