Marken-Rating

Apple und Google überholen Coca-Cola

30. September 2013
Dank des Erfolgs von iPhone und iPad wird Apple zur wertvollsten Marke der Welt. Insgesamt sind Technologie-Firmen in dem Marken-Index der US-Beratungsfirma Interbrand auf dem Vormarsch.

Apple hat Coca-Cola nach 13 Jahren als wertvollste Marke der Welt in der Rangliste des US-Beratungsunternehmens Interbrand abgelöst. Der Internet-Riese GoogleGoogle machte ebenfalls einen Sprung und liegt nun auf dem zweiten Platz, wie aus der am Montag veröffentlichten Liste hervorgeht. Coca-Cola lag seit der ersten Erhebung im Jahr 2000 stets an der Spitze und ist jetzt die Nummer drei. Alles zu Google auf CIO.de

Interbrand errechnete für die Marke AppleApple einen Wert von 98,32 Milliarden Dollar. Das war ein Plus von 28 Prozent. Noch 2011 stand der iPhone- und iPad-Hersteller auf dem achten Platz. Gestartet war er 2000 mit einem Markenwert von 6,6 Milliarden Dollar. In der vergangenen Rangliste lag Apple schon dicht hinter Coca-Cola auf Platz zwei. Der Wert der Marke Google schoss um 34 Prozent auf 93,29 Milliarden Dollar hoch. Das gehe unter anderem auf Innovationen wie die Datenbrille Google Glass oder die selbstfahrenden Autos zurück, erläuterte Interbrand. Alles zu Apple auf CIO.de

Angesichts dieser Zuwächse reichte für Coca-Cola das Plus von zwei Prozent auf 79,2 Milliarden Dollar nicht, um die Spitze zu halten. Der Getränke-Marke sitzt jetzt ein weiteres Technologie-Schwergewicht im Nacken: Der Computerhersteller IBMIBM. Interbrand berücksichtigt bei der Bewertung die Geschäftszahlen der Unternehmen, die Bedeutung einer Marke für Kaufentscheidungen sowie ihre Stärke zur Sicherung künftiger Gewinne. Die besten deutschen Marken in der Rangliste sind wie im vergangenen Jahr Mercedes-Benz und BMW auf den Plätzen elf und zwölf. Ihr Wert legte zu, ebenso wie der von Volkswagen, Porsche oder Siemens. Alles zu IBM auf CIO.de

Unter den zehn wertvollsten Marken dominiert derweil klar die neue Technologiewelt. MicrosoftMicrosoft liegt auf dem fünften Rang, der Handybauer Samsung verbesserte sich nach einem Plus von 20 Prozent auf Platz acht, knapp vor Intel. Dazwischen mischen sich der Industrie-Riese General Electric auf Rang sechs, McDonald's auf dem nachfolgenden Platz sowie die Automarke Toyota als letzter der Top 10. Alles zu Microsoft auf CIO.de

"Marken wie Apple und Google und Samsung verändern unser Verhalten: Wie wir einkaufen, wie wir miteinander kommunizieren, sogar ob wir miteinander reden", sagte Interbrand-Chef Jez Frampton der "New York Times" vom Montag. "Sie haben buchstäblich verändert, wie wir leben."

Facebook liegt trotz mehr als einer Milliarde Mitglieder noch weit von der Spitze entfernt, verbesserte sich aber vom 69. auf den 52. Platz. Interbrand bewertete die Marke FacebookFacebook mit 7,73 Milliarden Dollar. Das Online-Netzwerk liegt damit direkt vor Adidas und dem Lebensmittelriesen Nestlé. Den Markenwert von Nokia sah Interbrand um knapp zwei Drittel auf 7,44 Milliarden Dollar schwinden. Die Marke wurde noch vor zwei Jahren auf dem 14. Platz geführt und rutschte jetzt auf Rang 57 ab. Der notleidende Smartphone-Pionier BlackberryBlackberry fiel ganz aus den Top 100. Alles zu Blackberry auf CIO.de Alles zu Facebook auf CIO.de

Zu den größten Marken gibt es verschiedene Ranglisten. Apple ist im "BrandZ"-Ranking des Marktforschungsunternehmens Millward Brown seit 2011 der Spitzenreiter. Den Wert der Marke Apple bezifferten die Ersteller der Studie in diesem Jahr auf 185,1 Milliarden Dollar. Bei dem jeweils im Mai veröffentlichten Ranking werden Finanzdaten, Marktinformationen und der Markenwert aus Sicht der Verbraucher berücksichtigt. (dpa/rs)