IDC

Apples iPad führt weiter klar im erstmals rückläufigen Tablet-Geschäft

04. Februar 2015
Ausgerechnet im wichtigen Weihnachtsgeschäft ist der Tablet-Absatz gesunken. Apple mit seinem iPad verkaufte trotz eines deutlichen Absatzrückgangs immer noch mehr Tablets als die vier nächsten Verfolger zusammen.

Das iPadiPad von AppleApple bleibt nach Berechnungen von Marktforschern auch nach einem starken Absatzrückgang die klare Nummer eins im Tablet-Geschäft. Die 21,4 Millionen verkauften iPads im Weihnachtsquartal bedeuteten einen Marktanteil von 28,1 Prozent, berichtete die Analysefirma IDC am Montag. Das war mehr als bei den vier nächsten Konkurrenten zusammen. Alles zu Apple auf CIO.de Alles zu iPad auf CIO.de

Samsung kam auf dem zweiten Platz laut IDC auf elf Millionen TabletsTablets und einen Marktanteil von 14,5 Prozent. Der Absatzrückgang sei dabei mit 18,4 Prozent noch etwas stärker gewesen als bei Apple mit 17,8 Prozent. Während Apple seine Zahlen vergangene Woche veröffentlichte, macht Samsung keine Angaben zum Absatz. Alles zu Tablets auf CIO.de

Der PC-Marktführer Lenovo kam laut IDC mit 3,7 Millionen Tablets und einem Marktanteil von 4,8 Prozent auf den dritten Platz. Die Chinesen konnten als einzige in der Top 5 mit einem Absatzplus von 9,1 Prozent mehr Geräte loswerden. Bei Asus fielen die Verkäufe demnach um ein Viertel auf 3,0 Millionen Geräte. Amazons Kindle Fire stürzte laut IDC um 70 Prozent auf nur noch 1,7 Millionen abgesetzte Geräte ab. Auch der weltgrößte Online-Händler nennt selbst keine Verkaufszahlen für seine Modelle.

Insgesamt schrumpfte der Tablet-Absatz laut IDC im vergangenen Quartal um 3,2 Prozent auf 76,1 Millionen Geräte. Im gesamten Jahr 2013 gab es ein Plus von 4,4 Prozent auf knapp 230 Millionen Tablets.

Zugleich kommen die verschiedenen IT-Marktforscher zum Teil zu unterschiedlichen Zahlen, weil es bei manchen Kombi-Geräten schwer zu entscheiden ist, ob sie zu Tablets oder zu Notebooks gehören. IDC rechnet die 2-in-1-Geräte den Tablets zu. Das neue kleine Kindle-Tablet von AmazonAmazon zählen die Analysten hingegen nicht mit, weil es nur eine Bildschirmdiagonale von 6 Zoll (15,2 cm) hat. Alles zu Amazon auf CIO.de

Apple hatte mit dem iPad im Jahr 2010 die totgeglaubte Tablet-Kategorie wiederbelebt. Anfangs dominierte das iPad das Geschäft, mit dem Vormarsch von Geräten mit dem Google-Betriebssystem AndroidAndroid ging der Marktanteil zurück. Vor allem in den Schwellen- und Entwicklungsländern sind günstige Tablets gefragt. Alles zu Android auf CIO.de

Zuletzt stellten viele Branchenbeobachter die Aussichten für das Tablet-Geschäft grundsätzlich in Frage, weil das zunächst rasante Wachstum nachließ und es zuletzt Absatzrückgänge gab. Zum einen scheinen SmartphonesSmartphones mit großen Bildschirmen einen Teil der Kundschaft abzugreifen. Zum anderen wechseln vor allem Käufer teurerer Modelle ihre Tablets seltener aus als anfangs gedacht. Apple-Chef Tim Cook bekräftigte zuletzt abermals, er glaube an die Zukunft der Tablets und seines iPads. Zugleich räumte er ein, dass er für die kommenden Quartale noch nicht mit einer Besserung rechne. (dpa/tc) Alles zu Smartphones auf CIO.de

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