JPMorgan

Ausblick: Mehr Übernahmen in Europa und Deutschland

19. Februar 2014
Der Deutschland-Chef von JPMorgan, Martin Wiesmann, rechnet in diesem Jahr vor allem in den Branchen Gesundheit, Pharma, Chemie und Telekommunikation mit Fusionen und Übernahmen.

Damit dürfte sich der Trend des vergangenen Jahres fortsetzen, sagte Wiesmann dem "Handelsblatt". "Außerdem könnte vor allem in Deutschland die KonsolidierungKonsolidierung der Immobilienmärkte weitergehen." Alles zu Konsolidierung auf CIO.de

In Europa hat der Markt für Fusionen und Übernahmen (M&A) bisher noch nicht so sehr an Schwung gewonnen wie in den USA. "Trotz der EU und der Währungsunion haben wir hier noch keinen vollkommen homogenen Wirtschaftsraum", sagte Wiesmann. Die Konsolidierung der nationalen Märkte spiele deshalb in Europa eine geringere Rolle als in den Vereinigten Staaten.

Eigentlich seien aber alle wesentlichen Zutaten für mehr Zusammenschlüsse und Übernahmen vorhanden, sagte Wiesmann: "Ein stabilisiertes Bewertungsumfeld, attraktive Finanzierungsbedingungen, die Unternehmen haben reichlich Kapital, und die Bilanzen sehen gesund aus." Er geht davon aus, dass aktivistische Aktionäre, die Anteile an börsennotierten Unternehmen kaufen, um beim Management Strategieänderungen durchzusetzen, auch in Deutschland in Zukunft eine größere Rolle spielen.

In den vergangenen Jahren hätten solche Fonds viel Kapital eingesammelt und könnten ihren Einfluss vergrößern. Unternehmen würden vor die Entscheidung gestellt, ihre Barreserven auf Druck der Investoren auszuschütten oder durch Fusionen oder Übernahmen in Wachstumsmöglichkeiten zu investieren. (dpa/rs)

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