Barc Big Data Survey

Big Data nicht dem Fachbereich überlassen

Werner Kurzlechner lebt als freier Journalist in Berlin und stellt regelmäßig Rechtsurteile vor, die Einfluss auf die tägliche Arbeit von Finanzentscheidern nehmen. Als Wirtschaftshistoriker ist er auch für Fachmagazine und Tageszeitungen jenseits der IT-Welt tätig.
Am besten schneiden bei der Analyse großer Datenmengen Firmen ab, die diese Aufgabe in einem BI-Team oder einem BI Competence Center ansiedeln.
Die Übersicht zeigt, wo Big Data in DACH, Großbritannien und Frankreich in den Firmen verankert ist.
Die Übersicht zeigt, wo Big Data in DACH, Großbritannien und Frankreich in den Firmen verankert ist.
Foto: BARC

Auch Big Data ist eine Herausforderung, die vor allem schlau angegangen werden muss. Es kommt für den Erfolg nicht darauf an, am meisten zu investieren, sondern klug die benötigte Software auszuwählen. Das zeigt eine aktuelle Studie des Barc-Instituts, für die Entscheider aus der DACH-Region, Frankreich und Großbritannien befragt wurden.

Vor allem auch scheint Big Data eine Organisationsfrage zu sein. Am besten schneiden bei der Analyse großer und vielfältiger Datenmengen jene Firmen ab, die diese Aufgabe in einem speziellen Team für Business IntelligenceBusiness Intelligence (BI) oder einem BI Competence Center (BICC) angesiedelt haben. „Besonders erfolgreich sind Unternehmen, die das Thema Big Data strukturell in einem BICC verankert haben“, heißt es in der Studie. „Besonders schlecht gehen Unternehmen mit ihren Daten um, wenn der einzelne Fachbereich sich darum kümmert.“ Alles zu Business Intelligence auf CIO.de

Hoheit zu oft bei den Fachbereichen

Leider ist genau das insbesondere hierzulande der Fall. Ein Fünftel der Befragten aus der Deutschland, Österreich und der Schweiz gaben an, die Hoheit über Big Data liege bei einzelnen Fachbereichen. Im Gesamtdurchschnitt ist dies nur in 16 Prozent der Firmen Fall, in Frankreich sogar nur in 5 Prozent.

Auf das Erfolgsmodell einer kompetenten Verankerung setzen demgegenüber 59 Prozent der britischen Firmen. Deutschland, Österreich und die Schweiz sind mit einem Anteil von nur 43 Prozent Schlusslicht. In Frankreich liegt der Anteil bei 45 Prozent. In 23 Prozent der Unternehmen aus der DACH-Region ist die IT-Abteilung insgesamt zuständig.

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