Identity Management neu

Bilfinger zentralisiert 120 E-Mail-Systeme

03. Dezember 2013
Werner Kurzlechner lebt als freier Journalist in Berlin und stellt regelmäßig Rechtsurteile vor, die Einfluss auf die tägliche Arbeit von Finanzentscheidern nehmen. Als Wirtschaftshistoriker ist er auch für Fachmagazine und Tageszeitungen jenseits der IT-Welt tätig.
Die Heterogenität der IT-Landschaft macht die E-Mail-Zentralisierung bei Bilfinger zur Herausforderung. Dabei entschied man sich bewusst gegen die Cloud.
"Wir mussten die User aus einer Vielzahl von Active Directorys überhaupt einmal einer zentralen Benutzerverwaltung bekannt machen", berichtet Bilfinger-CIO Jörg Brinkmann.
"Wir mussten die User aus einer Vielzahl von Active Directorys überhaupt einmal einer zentralen Benutzerverwaltung bekannt machen", berichtet Bilfinger-CIO Jörg Brinkmann.
Foto: Bilfinger Berger SE

Bilfinger SE zentralisiert derzeit seine E-Mail-Systeme in der Mannheimer Konzernzentrale. CIO Jörg Brinkmann spricht dabei von einer „besonderen Herausforderung mit politischer Dimension". Der Hintergrund: Das international bekannte Bauunternehmen hat sich in den vergangenen zehn Jahren zu einem Engineering- und Service-Konzern entwickelt, zu dem rund 500 Tochterfirmen weltweit zählen – in der Regel mit eigenständiger IT-Abteilung.

Bis Mitte kommenden Jahres will Bilfinger die Zentralisierung der bisher rund 120 E-Mail-Systeme abgeschlossen haben. „Das geht mit hoher Emotionalität einher, weil die dezentralen IT-Leiter nur ungern ihr gefühltes Herzstück abgeben", sagt Brinkmann. Überdies sei eine ausgeprägte Heterogenität zu bewältigen: „Von Cloud-Postfächern bis hin zum veralteten Outlook 97 haben wir alles dabei", so der CIO.

Derzeit sind bereits 18.000 Accounts migriert. Am Ende sollen es 33.000 persönliche Postfächer plus etwa 3000 technische Zusatz-Accounts sein.

Archivierung mit Symantec

Wichtige Vorarbeiten zum Projekt erfolgten bereits im Sommer 2012, als konzernweit ein einheitliches Identity ManagementIdentity Management von der Bilfinger Corporate IT gemeinsam mit dem österreichischen Spezialisten Danube IT konzipiert wurde. „Wir mussten die User aus einer Vielzahl von Active Directorys überhaupt einmal einer zentralen Benutzerverwaltung bekannt machen", erläutert Brinkmann. Alles zu Identity Management auf CIO.de

Implementiert wurde seinerzeit der Identity Manager von Quest. Vom gleichen Anbieter kommt der Migration Manager, der die seit Frühjahr laufende Migration unterstützt. Als IT-Dienstleister hat Bilfinger Computacenter mit im Boot. Migriert wird auf MicrosoftMicrosoft Exchange Server, zur Archivierung dient die Lösung Enterprise Vault von Symantec. Alles zu Microsoft auf CIO.de

Brinkmann betont als wichtigsten Zweck des Projektes, erst einmal alle höchst unterschiedlich gestrickten E-Mail-Postfächer zu sammeln und auf eine hohe Qualitätsstufe zu bringen. Deshalb habe man sich bewusst für eine On-Premise-Lösung entschieden.

E-Mail-Zentralisierung bei Bilfinger
Branche: Industrie
Zeitrahmen: Frühjahr 2013 bis Sommer 2014
Mitarbeiter: 5 bis 10 Bilfinger-Mitarbeiter im Kernteam
Produkte: Microsoft Exchange, Outlook 2012, Quest Identity Manager & Migration Manager
Dienstleister: Danube IT, Computacenter
Einsatzort: weltweit