Personalkonzept gefordert

Bundeswehr fehlen 4000 IT-Spezialisten

Johannes Klostermeier ist ein freier Journalist aus Berlin. Zu seinen Spezialgebieten zählen unter anderem die Bereiche Public IT, Telekommunikation und Social Media. Auf cio.de schreibt er über CIO Auf- und Aussteiger.
Auf eine Anfrage des Bündnis 90/Die Grünen-Verteidigungsexperten Omid Nouripour gab das Bundesverteidigungsministerium das Fehlen von 3950 IT-Spezialisten zu.

„Wie viele IT-Spezialistinnen und IT-Spezialisten fehlen der Bundeswehr derzeit insgesamt, und wie plant das Bundesministerium der Verteidigung diese Leerstellen zu füllen?" Das fragte der Grünen-Abgeordnete Omid Nouripour aus Hessen im Deutschen Bundestag (PDF). Die Antwort des Parlamentarischen Staatssekretärs Christian Schmidt (CSU) war bürokratisch, aber eindeutig: Der Bundeswehr fehlen fast 4000 IT-Spezialisten.

Stellt kritische Fragen: Grünen-Abgeordneter Omid Nouripour im Deutschen Bundestag.
Stellt kritische Fragen: Grünen-Abgeordneter Omid Nouripour im Deutschen Bundestag.
Foto: Nouripour

Wörtlich sagte Schmidt: „Bezogen auf das tatsächliche Ist ohne die laufenden Regenerationsmaßnahmen und auf die derzeit noch gültigen Strukturen gemessen am bestehenden Personalstrukturmodell, PSM, fehlen der Bundeswehr derzeit etwa 3950 IT-Spezialistinnen und IT-Spezialisten. Das entspricht einem Fehl von etwa 23 Prozent."

Hoffnungen ruhen auf neuem "Personalstrukturmodell"

Schmidt verweist aber auch darauf, diese sei „eine für die Zukunft nur eingeschränkt repräsentative Momentaufnahme". Denn er sieht Hoffnung durch ein neues „Personalstrukturmodell" (PSM).

Schmidt weiter: „Im Rahmen der Neuausrichtung der Bundeswehr werden im Zuge der Erarbeitung eines neuen PSM und der weiteren Feinausplanung der konkrete Personalbedarf und somit auch der Bedarf an IT-Spezialistinnen und IT-Spezialisten neu bestimmt."

Zur Startseite