Umfassende Lösung nicht in Sicht

Firmen nehmen Informations-Management auf die Agenda

04. Oktober 2005
Von Ingo Butters
Weil der Speicherbedarf in Unternehmen jährlich um bis zu 50 Prozent zulegt, kommt dem so genannten Information Life-Cycle-Management (ILM) immer größere Bedeutung zu. Mittlerweile, das hat eine Befragung des IT-Beraters Experton Group ergeben, hat jeder dritte Betrieb in Deutschland entsprechende Anwendungen zumindest punktuell im Einsatz. Trotzdem gibt es bei den Anwendern noch erhebliche Wissenslücken.

Der Studie zufolge hat ILM den Weg in die Firmen längst gefunden. Ein Drittel der befragten Betriebe will ILM-Projekte im kommenden Jahr angehen. Nur 30 Prozent gaben an, derzeit keine entsprechenden Pläne in der Schublade zu haben.

Derzeit wird das Thema in den Unternehmen vor allem als Angelegenheit der IT betrachtet. Dass aber auch gesetzliche Compliance-Vorschriften eine entscheidende Rolle spielen, wissen der Studie zufolge nur die wenigsten: Zwei Drittel der Befragten waren nicht in der Lage, konkrete gesetzliche Regelungen im Zusammenhang mit ILM zu nennen.

Zwei Drittel der Betriebe beschäftigen sich mit ILM schon in der Praxis.
Zwei Drittel der Betriebe beschäftigen sich mit ILM schon in der Praxis.

Experton-Analyst Wolfram Funk warnt die Betriebe deshalb davor, sich bei ILM ausschließlich auf das Thema StorageStorage zu fokussieren: Eine punktuelle Umsetzung mit dem Ziel, IT- und Speicherstrukturen zu optimieren, reiche nicht aus. ILM sei vielmehr ein Prozess, bei dem die Bedeutung und Nutzungshäufigkeit von Informationen anhand geschäftsspezifischer Kriterien gewichtet wird, um daraus einen differenzierten Umgang abzuleiten. Alles zu Storage auf CIO.de

"Alle Aspekte des ILM müssen adressiert werden", so Funk. "Von der IT-Infrastruktur-Konsolidierung, automatischem und zentralem Speicher-Management und der Speichervirtualisierung über die Erhöhung der Daten- und Ausfallsicherheit, der Erfüllung gesetzlicher Regularien, der Segmentierung und bedarfsgerechten Datenspeicherung bis hin zur Einbeziehung externer Dienstleistungen rund um Technologie und Prozesse."

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