Auf neue Technologien nicht vorbereitet

Firmen setzen Sicherheitsstandards nicht um

09. September 2005
Von Dorothea Friedrich
Die Zahl der Unternehmen, die ihre IT-Sicherheitsbudgets erhöhen wollen, ist so groß wie nie zuvor. Doch mit der Implementierung entsprechender Security-Standards hapert es nach wie vor. Firmen sind nicht in der Lage, Sicherheitsanforderungen, die durch immer komplexere und unabhängigere Netzwerke entstehen, adäquat umzusetzen, wie das Marktforschungsunternehmen Evans Data in einer Studie herausgefunden hat.

Demnach planen aktuell 60 Prozent aller Befragten, ihre Ausgaben für die IT-Sicherheit zu erhöhen. Das sind fünf Prozent mehr als noch im Jahr zuvor und stattliche zwölf Prozent mehr als vor zwei Jahren. Ursache sind nicht alleine die ständig steigenden Angriffe auf die Server-Systeme durch Viren, Würmer, Trojaner und Denial-of-Service-Attacken, wie die Marktforscher herausgefunden haben.

Auch die Bedrohungen der IT-Sicherheit von innen durch Passwortklau oder Datendiebstahl führten dazu, dass nicht nur in der IT-Abteilung, sondern auch im Management diese Gefahren ernst wie nie genommen werden. Schließlich sind 70 Prozent der Befragten alle sechs Monate von ernsten Sicherheitsvorfällen betroffen.

60 Prozent der Befragten wollen ihre IT-Budgets erhöhen. (Quelle: Evans Data)
60 Prozent der Befragten wollen ihre IT-Budgets erhöhen. (Quelle: Evans Data)

Da in den meisten Firmen Windows läuft, steigt mit der Zahl der Attacken auf das Microsoft-Betriebssystem auch die Gefahr für die Firmennetzwerke. Bei rund 70 Prozent der Unternehmen, die ihre Aufwendungen für die IT-Sicherheit erhöhen wollen, läuft eine Windows-Version. Dennoch sieht Evans Data keinen direkten Zusammenhang zwischen steigenden Security-Ausgaben und der im Unternehmen verwendeten Betriebssystem-Plattform.

Die Marktforscher haben zudem beobachtet, dass zwar die IT-Sicherheits-Etats steigen sollen. Doch die Umsetzung von entsprechenden Standards oder Spezifikationen lässt auf sich warten.