Hagebau Handelsgesellschaft mbH & Co. KG

Genauer planen mit SAP

30. Oktober 2007
Riem Sarsam ist IDG-Redakteurin und leitet verantwortlich das CIO Leadership Excellence Program (LEP), eine exklusive Fortbildung für IT-Manager, gemeinsam veranstaltet von CIO und der WHU – Otto Beisheim School of Management .
Die in Soltau ansässige Kooperation Hagebau hat gerade ihr jüngstes SAP-Projekt abgeschlossen. Seit Oktober arbeitet das Unternehmen mit dem Modul "Integrierte Planung" - anfängliche Performance-Probleme hat man im Griff.

Hagebau ist ein Verbund von Gesellschaftern, die bundesweit inhabergeführte Baustoff-, Holz- und Fliesenhandlungen sowie Baumärkte betreiben. Die Soltauer Zentrale nimmt hier eine Dienstleistungsfunktion ein. Sie bündelt Marketing, Vertrieb, Einkauf und weitere Dienstleistungen wie Finanzierungsberatung, VersicherungenVersicherungen und EDV. Für die IT bedeutet das eine Zweiteilung der Zuständigkeiten. Eine Gruppe zeichnet verantwortlich für die Unterstützung der Gesellschafter, die andere konzentriert sich auf die Systeme in der Zentrale in Soltau. Letztere ist der Arbeitsbereich von Tim Fäsecke, Abteilungsleiter Zentral-IT. Fragt man ihn nach seinen jüngsten Projekten, braucht er nicht lange nachzudenken. Das Jahr war gut gefüllt: Neben der ganz normalen Arbeit wechselte man auf ein neues Release des Archivsystems "EASY“, dann gab es da den Umstieg auf SAPSAP ERPERP 6.0, begleitet von dem Wechsel auf SAP NetWeaver 7.0 und schließlich konnte 2007 auch die Installation des neuen Planungswerkzeugs "BI-integrierte Planung" abgeschlossen werden. Alles zu ERP auf CIO.de Alles zu SAP auf CIO.de Top-Firmen der Branche Versicherungen

Grund für diese Umstellung war - wie der Name schon sagt - eine verbesserte Planung der Umsätze und Budgets. Immerhin versammeln sich unter dem Dach der Unternehmensgruppe mehr als 250 Gesellschafter mit rund 950 Standorten in Deutschland. Da verlässliche Daten zusammenzutragen, war weder leicht noch ausreichend zuverlässig. Mit dem nun aufgesetzten System werden nicht nur die Zahlen aus einzelnen Bereichen (Beispiel "Baustoffe") zusammengetragen, sondern die Berechnungen können in den einzelnen Untersegmenten ("chemische Baustoffe") bis auf den Lieferanten heruntergebrochen werden. "Das erhöht die Planungsgenauigkeit um ein Vielfaches und ermöglicht es, die Verbindung zum Kunden herzustellen", erklärt Fäsecke. Die Verantwortlichen der einzelnen Einkaufsbereiche tragen ihre Daten ein, das Material wird aggregiert und an die Bereichsleitung, danach an die Geschäftsleitung weitergeleitet. Damit erhöht sich für diese auch die Transparenz der Zahlen, und die Planung läuft um einiges schneller als in der Vergangenheit.

Ohne Schmerzen ging das nicht, doch in Soltau nimmt man es mit Humor: "Das Modul ist so neu, dass es auf Anhieb gar nicht lief", schmunzelt Fäsecke. Den Seitenhieb in Richtung Walldorf darf er sich leisten - immerhin funktioniert die Software heute. Wesentlicher Knackpunkt waren die Datenmengen in Verbindung mit dem Datenmodell, was ab einer gewissen Größe zu Performance-Problemen führte. "45 Minuten auf eine Antwort zu warten, ist einfach nicht zumutbar", sagt Fäsecke. Da gilt es die richtige Balance zu finden zwischen dem Bedarf an Datenmaterial und der Leistungsgrenze der Software. "Konkrete Angaben dazu, wo es hakt, gibt es leider nicht", erklärt Fäsecke. "Das System reift jetzt beim Kunden."

Projekt

SAP BI-integrierte Planung

Branche

Handel

Zeitrahmen

Juni 2007 bis Oktober 2007

Produkt

SAP BI-integrierte Planung

Dienstleister

Open Systems Consulting GmbH, Lübeck

Aufwand

80 Manntage

Internet

www.hagebau.de

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