Geschäftsprozesse in Echtzeit überwachen

Innovations-Treiber in der Investmentbranche

21. September 2006
Dr. Andreas Schaffry ist freiberuflicher IT-Fachjournalist und von 2006 bis 2015 für die CIO.de-Redaktion tätig. Die inhaltlichen Schwerpunkte seiner Berichterstattung liegen in den Bereichen ERP, Business Intelligence, CRM und SCM mit Schwerpunkt auf SAP und in der Darstellung aktueller IT-Trends wie SaaS, Cloud Computing oder Enterprise Mobility. Er schreibt insbesondere über die vielfältigen Wechselwirkungen zwischen IT und Business und die damit verbundenen Transformationsprozesse in Unternehmen.
Schnellere Innovationen haben für IT-Verantwortliche im Finanzdienstleistungssektor eine hohe Priorität, denn die Branche unterliegt derzeit raschen Veränderungen. Ergebnisse von verschiedensten geschäftlichen Operationen, Prozessen und Transaktionen müssen permanent überwacht und möglichst in Echtzeit ausgewertet werden. Die wichtigste Technologie, um dieses Ziel zu erreichen, ist laut dem Marktforschungsinstitut Gartner das Business Activity Monitoring (BAM). Die Technologie soll den Echtzeitzugriff auf geschäftskritische Daten gestatten, womit sich die Leistung eines Unternehmens effizient messen lässt.

Investment- und Beteiligungsfirmen unterliegen derzeit einem Wandel. Dazu gehören das schnelle Wachstum des elektronischen Handels an internationalen Börsen, zunehmende Transaktionsvolumina und die Anforderung, Marktdaten aus unterschiedlichen Quellen auszuwerten. Darüber hinaus gilt es, verstärkt regulatorische Anforderungen (z.B. Sarbanes-Oxley Act) einzuhalten.

Das macht eine effiziente Überwachung der Geschäftstätigkeiten möglichst ohne Zeitverlust zwingend erforderlich, was neue und innovative Technologien erfordert. Den Gartner-Analysten zufolge sind deshalb Investment- und Beteiligungsfirmen, wie etwa Hedge Fonds, auch die Vorreiter bei der Einführung von Business Activity Monitoring (BAM).

Besser analysieren mit BAM

Die Marktforscher gehen davon aus, dass derzeit rund 25 Prozent der Investmentfirmen eine Form von BAM installiert haben. In der Regel handle es sich jedoch um relativ anspruchslose Lösungen, die lediglich einfachere Prozesse und nur wenige zeitkritische Anwendungen analysieren. Gartner-Analyst Peter Redshaw erwartet jedoch, dass bis Ende 2008 rund die Hälfte der Unternehmen aus dieser Branche die erweiterten Möglichkeiten von BAM nutzen werden, um die eigene Geschäftstätigkeit besser zu überwachen.

BAM-Software sammelt unter anderem Informationen über den Status und die Ergebnisse von verschiedensten Operationen, Prozessen und Transaktionen aus Geschäftsanwendungen. Durch zeitnahe Analysen über zeitkritische Geschäftsprozesse können Entscheidungen vorbereitet und Probleme schnell adressiert werden.

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