In 4 Schritten das IT-Business-Alignment verbessern

ITIL, COBIT und Best Practice reichen nicht

27. Mai 2009
Von Nicolas Zeitler
Auch wenn es mit dem Business-IT-Alignment tatsächlich einmal geklappt hat, ist das kein Garant für die Ewigkeit. Geschäftsanforderungen ändern sich. Vier Schritte, mit denen Sie prüfen, ob die IT dem Business noch gerecht wird.

Die große Mehrheit der IT-Abteilungen trägt schwer an mindestens einer ihrer Zuständigkeiten: Auf einem dieser Felder gelingt es ihr nicht, die Anforderungen des Business zu erfüllen. Das schreiben Analysten des britschen Marktforschungsunternehmens Freeform Dynamics in dem Beitrag "Taking stock of the IT environment". Das Ergebnis fußt auf einer Befragung unter 477 IT-Fachleuten aus Unternehmen. Vielerorts, so mussten die Autoren des Berichts feststellen, haben sich die IT-Verantwortlichen damit arrangiert, dass nicht alles bestens läuft oder dass einstmals geeignete Antworten auf Anforderungen des Business nicht mehr angemessen sind.

Je größer ein Unternehmen, desto höher ist offenbar auch die Anzahl der Bereiche, in denen es Probleme gibt. So kämpft von den kleinsten Betrieben mit weniger als zehn Mitarbeitern ein großer Teil mit zwei bis vier größeren Lasten. Dagegen geben in weit mehr als der Hälfte der Firmen mit mehr als 10.000 Angestellten fünf bis neun Arbeitsfelder ernsthaften Anlass zur Sorge.

Als Grund nennen die Analysten von Freeform Dynamics Mängel beim viel zitierten IT-Business-Alignment, der Abstimmung zwischen Unternehmensgeschäft und IT-Abteilung. Anforderungen des Business und Leistungen der IT-Abteilung einmal in Einklang zu bringen, reiche nicht aus. Wegen Veränderungen im Geschäft seien immer wieder Anpassungen nötig, genauer: eine nach Zeitplan ablaufende, wiederkehrende Bestandsaufnahme.

Im Streben nach Verbesserungen richten sich viele Firmen nach Best Practices oder Regelwerken wie ITIL oder COBIT - mit oft riesigem Geld- und Zeitaufwand, wie die Freeform-Analysten zu bedenken geben. Eine Erfolgsgarantie hätten sie damit gleichwohl nicht in der Hand, erst recht seien derlei Vorhaben in der derzeitigen Wirtschaftslage schwer zu rechtfertigen.

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