Halbleiter

Kohlefaserröhrchen machen Chips schneller

08. Juli 2002
In einigen Jahren möchte IBM Silizium- durch Kohlefasertransistoren ersetzen. Infineon macht in der Herstellung der Carbon Nano Tubes Fortschritte.

Sowohl das US-amerikanische Unternehmen IBMIBM als auch der Münchener Chiphersteller Infineon setzen in ihrer Halbleiterstrategie immer stärker auf röhrenförmige Kohlenstoffatome, die Carbon Nano Tubes (CNT). Erstmals züchteten Infineon-Forscher nun auf einer sechs Zoll großen SiliziumScheibe CNT-Kristalle an vordefinierten Orten. Die größte Hürde für den Durchbruch der CNT-Technologie lag bislang in der komplizierten Herstellung. Per Laserverdampfungen und Lichtbogenentladungen müssten die CNT-Stäbchen auf die Chips aufgebracht werden, so Infineon - Methoden, die bislang als kaum mit der Halbleitertechnik vereinbar angesehen wurden. Das Halbleitermaterial hat eine tausendmal höhere Stromdichte als Kupfer und zudem eine hohe Wärmeleitfähigkeit. Für den angestrebten Ersatz von Kupferleiterbahnen auf den Chips durch Nano Tubes verspricht sich Infineon eine höhere Taktrate und eine höhere Leistung. Die Gefahr der Überhitzung von Bauteilen ist dadurch verringert. Der neue, auf CNT-Basis gefertigte IBM-Transistor ist nach eigenen Angaben leistungsfähiger als jeder bisher auf dem Markt verfügbare Silicium-Transistor. Alles zu IBM auf CIO.de

Erstmals wachsen Kohlefaserröhrchen auf Chips.
Erstmals wachsen Kohlefaserröhrchen auf Chips.

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