Abgebrochen

Microsoft wollte Salesforce kaufen - und Twitter Flipboard...

26. Mai 2015
Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
Er sorgt außerdem ziemlich rund um die Uhr bei Twitter dafür, dass niemand Weltbewegendes verpasst, treibt sich auch sonst im Social Web herum (auch wieder bei Facebook) und bloggt auf teezeh.de. Apple-affin, bei Smartphones polymorph-pervers.
Microsoft stand im Frühjahr offenbar wirklich kurz davor, Salesforce zu übernehmen. Twitter wiederum wollte Flipboard kaufen. Beide Male verliefen die Verhandlungen letztlich erfolglos.
Wollte 70 Milliarden Dollar für Salesforce: CEO Marc Benioff
Wollte 70 Milliarden Dollar für Salesforce: CEO Marc Benioff
Foto: Thomas Cloer

Gerüchte über einen möglichen Verkauf des SaaSSaaS-Pioniers Salesforce hatte es in den vergangenen Wochen mehrfach gegeben. CNBC meldete nun am Wochenende unter Berufung auf mehrere Insider, dass MicrosoftMicrosoft im Frühjahr ernstzunehmende Kaufverhandlungen mit Salesforce geführt habe. Letztlich sei ein Deal an den unterschiedlichen Preisvorstellungen gescheitert: 55 Milliarden Dollar hätte Microsoft zahlen wollen, 70 Milliarden wollte Salesforce-CEO Benioff rausschlagen. Alles zu Microsoft auf CIO.de Alles zu SaaS auf CIO.de

Microsoft hätte einen Gutteil seiner Barmittel für die Transaktion verwendet und Benioff seinen 5,7-prozentigen Anteil an Salesforce in Microsoft-Aktien (für die übrigen Aktionäre hätte es Cash gegeben) sowie seinen CEO-Posten gegen eine Position im Redmonder Management tauschen können. Die Gespräche seien Anfang Mai beendet worden und dürften so bald nicht wieder aufgenommen werden, hieß es weiter.

Flipboard, Cover Stories im Browser
Flipboard, Cover Stories im Browser
Foto: Flipboard

TwitterTwitter habe auf Betreiben von Finanzchef Anthony Noto seit Jahresbeginn immer wieder mit Flipboard über eine Übernahme gesprochen, schreibt unterdessen das Blog "Re/code". Dabei sei es um einen Aktiendeal gegangen, der Flipboard mit mehr als einer Milliarde Dollar bewertet hätte. Twitter steht an der Börse unter Druck, nicht zuletzt seine Nutzerzahlen zu steigern. Dafür könnte Flipboard, das aus Inhalten in sozialen Netzwerken hübsch anzusehende virtuelle Zeitschriften zaubert, ein probates Tool sein. Alles zu Twitter auf CIO.de

Flipboard-Chef und Mastermind Mike McCue saß früher schon im Verwaltungsrat von Twitter, zog sich aber wegen wachsender Konkurrenz beider Dienste aus dem Gremium zurück. Manch Branchenkenner sähe in McCue auch einen geeigneten Nachfolger für Twitter-CEO Dick Costolo. Flipboard wächst ebenfalls nicht mehr so schnell wie gedacht (unter anderem, weil seine App nicht mehr auf Samsung-Smartphones vorinstalliert ist). Bei ihrer letzten Finanzierung war die Company mit rund 800 Millionen Dollar bewertet worden, ihr Umsatz wird auf 50 Millionen Dollar geschätzt.

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Themen: Microsoft, SaaS und Twitter

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