"Thermal Touch"

Münchner Start-up will echte Welt anklickbar machen

26. Mai 2014
Das Münchner Start-up Metaio will die Touchscreen-Bedienung auf die reale Welt ausweiten. Dafür registriert eine Spezialkamera im Konzept "Thermal Touch" die Wärme, die der Finger auf einem Gegenstand hinterlässt.

Software kann daraus verschiedene Aktionen ableiten. So könnte man zum Beispiel in einem Einkaufszentrum den geplanten Weg auf einem dort ausgestellten Plan mit dem Finger markieren und sich dann von einem elektronischen Gerät entsprechend führen lassen, nannte Metaio ein Anwendungsbeispiel am Donnerstag.

Genauso könnten zum Beispiel Service-Techniker sich mit Hilfe einer Datenbrille über "Thermal Touch" Informationen zu einem Objekt anzeigen lassen, indem sie es berühren. Die Technologie steht aber erst am Anfang: ""Thermal Touch" ist derzeit noch ein Prototyp und weit davon entfernt, im Alltag eingesetzt zu werden", schränkte Metaio-Technikchef Peter Meier ein. Es sei aber durchaus denkbar, dass in fünf bis zehn Jahren Infrarot-Kameras zusammen mit einer Vielfalt an Sensoren in mobilen Geräten zu finden sein werden. (dpa/rs)

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