Strategien


WAN von Tata

Neues Netzwerk für die Kion-Group-Strategie 2020

Werner Kurzlechner lebt als freier Journalist in Berlin und stellt regelmäßig Rechtsurteile vor, die Einfluss auf die tägliche Arbeit von Finanzentscheidern nehmen. Als Wirtschaftshistoriker ist er auch für Fachmagazine und Tageszeitungen jenseits der IT-Welt tätig.
Die Kion Group setzt auf ein global einheitliches WAN von Tata Communications. Das Netzwerk soll dem Wachstumskurs des Unternehmens einen Schub verleihen, der CIO freut sich über mehr Transparenz.
"Wir definieren unsere Anforderungen und bitten die Anbieter um Lösungen genau dafür", sagt Kion-CIO Walter Grüner.
"Wir definieren unsere Anforderungen und bitten die Anbieter um Lösungen genau dafür", sagt Kion-CIO Walter Grüner.
Foto: Kion

Die Kion GroupKion Group spinnt sich ein komplett neues Wide Area Network (WAN)Wide Area Network (WAN). "Wir vollziehen einen Paradigmenwechsel hin zum User-Fokus", sagt Walter Grüner, CIO der vor allem für seine Gabelstapler bekannten Firmengruppe. "Und wir tauschen unser bisheriges Netzwerk komplett aus." Bislang arbeitet Kion weltweit mit 22 Netzwerkanbietern zusammen, dabei stammen laut Grüner zwei Drittel der Leitungen von Orange. Zukünftig wird das WAN alleine von Tata Communications bereitgestellt. Top-500-Firmenprofil für KION Material Handling GmbH Alles zu Netzwerke auf CIO.de

Kürzlich unterzeichneten die beiden Parteien eine Vereinbarung mit einem Auftragswert von 20 Millionen US-Dollar, die einen weltweiten WAN-Service für derzeit 330 Standorte und 22.000 Mitarbeiter in 30 Ländern beinhaltet.

Migration bis März 2016

Die Vorbereitungsarbeiten laufen aktuell zwar schon auf Hochtouren - nach Angaben der Beteiligten wird beispielsweise sowohl in Indien wie auch in Frankfurt am Main für neue Leitungen gebuddelt. Weil aber die Verträge mit den alten Anbietern noch laufen, ist das Ende der Migrationsphase für März 2016 terminiert.

Bis dahin soll Tata Communications ein einziges globales und intelligentes Netzwerk für den in Wiesbaden ansässigen Anwender aufgebaut haben. Ab dann beginnt die eigentliche Vertragslaufzeit von fünf Jahren.

Hochmoderne Arbeitsplätze im Aufbau

Die zentrale Bedeutung des Projekts liegt darin, dass es eine notwendige Grundlage für die Wachstums- und Expansionsstrategie des Unternehmens liefert. Das WAN bildet somit einen Pfeiler der sogenannten "Kion Group Strategie 2020", mit der das Unternehmen mit seinen sechs globalen und regionalen Marken Linde, Still, Fenwick, OM Still, Baoli und Voltas seinen Umsatz von 4,5 Milliarden Euro im Jahr 2013 weiter ausbauen will.

Um Profitabilität, Widerstandsfähigkeit und Kapitaleffizienz weiter zu steigern, soll die IT sowohl Produktivität und InnovationInnovation als auch Schlüsselverbindungen zwischen den auf 30 Ländern verteilten Standorten der Kion Group ermöglichen. "Ein veraltetes Netzwerk wäre für das Erreichen der Ziele der Strategie hinderlich, die das profitable Wachstum des Konzerns auch in Zukunft sichern soll", erläutert Walter Grüner, der seit September 2013 CIO bei Kion ist. Alles zu Innovation auf CIO.de

"Interne und externe Kunden zufriedener stimmen"

Der CIO nennt aber noch ein zweites Leitmotiv: "Wir wollen unsere internen und externen Kunden zufriedener stimmen als das bisher der Fall war." Diesem Ziel diene - bereits mit ersten Erfolgen - das WAN-Projekt ebenso wie ein zweiter Meilenstein: der momentan in der Pilotierungsphase befindliche Aufbau hochmoderner Arbeitsplätze mit zeitgemäßer Vielfalt an Endgeräten. Eine dezentrale Infrastruktur soll den Usern auch den ununterbrochenen Zugriff auf die immer wichtiger werdenden Cloud-Anwendungen ermöglichen.

Für den Endanwender bringt das neue Netzwerk einen schnelleren Zugang zu Anwendungen von jedem Gerät, überall und zu jeder Zeit. Da das WAN über die komplett im Besitz von Tata Communications befindliche, weltweite und dezidierte Datenleitung realisiert wird, wird die Kion Group direkten Zugang zu internetbasierten Anwendungen haben.

Dadurch sollen User-Erlebnis und Kosteneffizienz verbessert werden. Die IT-Abteilung der Kion Group strebt nach niedrigeren Verwaltungskosten, größerer Kontrolle der User Experience und der Möglichkeit, schnell und transparent auf die wechselnden Bedürfnisse des Geschäfts zu reagieren.

Steigender Cloud-Anteil

In Einklang mit der Wachstumsstrategie des Unternehmens ist in die Vereinbarung mit Tata Communications ein hohes Maß an Flexibilität eingebaut. Als Datentransferkanäle stehen ohne Beschränkung auf einzelne Standorte grundsätzlich MPLS, Ethernet und das Internet zur Verfügung. Schon heute nutzt Kion in hohem Maße Cloud-Services.