Anfrage der Piratenpartei

NRW kennt keine "Zombie-Bügeleisen"

23. Januar 2014
Eine ungewöhnliche Anfrage ist der nordrhein-westfälischen Landesregierung von der Piraten-Fraktion im Düsseldorfer Landtag gestellt worden.

"Sind in der Landesregierung, ihren Ministerien oder Landesbehörden Wasserkocher, Bügeleisen oder andere Haushaltsgeräte unklarer Herkunft im Einsatz, in denen Spionage-Chips eingebaut sein könnten?"

Solche manipulierten Haushaltsgeräte seien in Russland bereits gefunden worden, warnte der medienpolitische Sprecher der Piraten, Daniel Schwerd, am Mittwoch in Düsseldorf. "Die Angriffsmethode, mit versteckten Spionage-Chips und manipulierter Hardware in Computersysteme einzubrechen, ist real."

Eine Prüfung ist allerdings praktisch unmöglich. "Der Landesregierung sind bislang keine praktikablen beziehungsweise zertifizierten Prüfmethoden bekannt, um derartige Geräte mit vertretbarem Aufwand ausfindig zu machen", antwortete NRW-Verbraucherminister Johannes Remmel (Grüne) auf die Frage nach "Zombie-Haushaltsgeräten". IT-Techniker bezeichnen gekaperte Rechner-Netze als "Zombies", weil sie unbemerkt von den eigentlichen Besitzern aus der Ferne gesteuert werden können.

Soweit in der Landesregierung WLAN-Netze betrieben würden, seien diese zugriffsgeschützt und verschlüsselt, schrieb Remmel in seiner Antwort. Die Piraten finden die Haltung der Landesregierung arglos. Sie forderten erneut wirksamere Verschlüsselung von Daten. (dpa/rs)

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