SAP-Rivale

Oracle leidet weiter unter Hardware-Sparte

19. September 2013
Der Kauf des Server-Spezialisten Sun Microsystems war für Oracle bisher eher enttäuschend. Auch im vergangenen Quartal hielt der Bereich den SAP-Konkurrenten zurück.

Der SAP-Rivale OracleOracle wird weiter von dem Geschäft mit leistungsstarken Firmenrechnern ausgebremst. Im ersten Geschäftsquartal von Juni bis August stieg der Umsatz lediglich um zwei Prozent auf 8,4 Milliarden Dollar (6,3 Mrd Euro). Die Hardware-Verkäufe waren rückläufig, während das angestammte Software-Geschäft zulegte. Alles zu Oracle auf CIO.de

Dank Einsparungen gelang es Oracle allerdings, den Gewinn im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um acht Prozent auf 2,1 Milliarden Dollar hochzuschrauben, wie der kalifornische Konzern am Mittwoch am Sitz in Redwood Shores mitteilte. Damit schnitt das Unternehmen besser ab als Analysten erwartet hatten.

Oracle schlägt sich schon seit einiger Zeit mit mauen Hardware-Verkäufen herum, dieses Mal betrug der Rückgang 14 Prozent. Der Konzern hatte den Server-Spezialisten Sun Microsystems übernommen. Von Hause aus stellt Oracle Datenbank-Software her. Die Verkäufe neuer Software-Lizenzen und Abonnements für die Cloud-Computing-Angebote legten um fünf Prozent zu.

Oracles Hoffnungen auf einen Wachstumsschub durch integrierte Angebote aus Software und passenden Servern erfüllten sich bisher nicht, auch wenn das Unternehmen betont, dass sich neue Gerätemodelle gut verkauften. Demnächst will der Konzern mit noch leistungsstärkerer Hardware auftrumpfen. Zugleich setzen viele Unternehmen auf Cloud-Dienste direkt aus dem Netz, für die keine eigenen Server benötigt werden.

Die Aktie fiel nachbörslich um drei Prozent. Das hatte vor allem mit der Prognose für das laufende Vierteljahr zu tun. Oracle warnte, dass die Zahlen im Vergleich zum starken Vorjahresquartal nicht besonders beeindruckend ausfallen würden. So sei bei den Software-Lizenzeinnahmen - dem Maß für künftiges Geschäft - alles zwischen einem Rückgang um vier Prozent oder einem Plus von sechs Prozent ohne Währungskurs-Schwankungen möglich. Der Umsatz dürfte um ein bis vier Prozent wachsen, hieß es. (dpa/rs)

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