Bausoftwarehersteller

RIB Software wächst langsamer

30. Oktober 2015
Der Bausoftwarehersteller RIB Software ist auch im dritten Quartal weiter gewachsen. Allerdings war der Zuwachs deutlich geringer als noch im zweiten Quartal.

Im Zeitraum Juli bis September kletterte der Umsatz im Jahresvergleich auch dank Zukäufen um knapp 19 Prozent auf 17,9 Millionen Euro, wie das TecDax-Unternehmen am Freitag mitteilte. Im zweiten Jahresviertel war das Unternehmen noch um 44 Prozent gewachsen. Die Aktie legte kurz nach Handelsöffnung um über fünf Prozent zu. Allerdings war das Papier in jüngster Zeit auch deutlich unter die Räder gekommen.

Foto: RIB

Mit Blick auf die Zahle ist der Gewinn unter dem Strich zwar deutlich um 82 Prozent auf 1,49 Millionen Euro zurückgegangen. Vor einem Jahr hatte der Spezialist für Bausoftware aber auch von einem hohen Sonderertrag aus in Fremdwährung gehaltenen Zahlungsmitteln und Wertpapieren profitiert. Auch beim Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) stand mit 4,4 Millionen Euro ein Rückgang von knapp 65 Prozent. Um Sonderfaktoren und Wechselkurse bereinigt ging das operative Ergebnis um 26,5 Prozent zurück auf 3,6 Millionen Euro, hier machten sich deutlich gestiegene Kosten bemerkbar.

Erfolge verbuchten die Stuttgarter mit ihrer Software "iTWO", ein Komplettpaket für Planung, Bau und Wartung von Gebäuden und Anlagen. Die Erlöse legten um knapp ein Drittel zu, insbesondere die Cloud-Software zur Miete über das Internet verzeichnete einen rasanten Zuwachs um über 80 Prozent. Dazu bietet RIB noch Beratung und Wartung an.

Die Jahresprognose für einen Umsatz zwischen 85 und 95 Millionen Euro (Vorjahr: 70) sowie ein Ebitda zwischen 29 und 36 Millionen Euro (Vorjahr: 35,2) bestätigte das Management. Anfang September hatte sich RIB mit einer Kapitalerhöhung 46,5 Millionen Euro besorgt für den Ausbau des Auslandsgeschäfts. (dpa/tc)

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