Laut SAP "Kein Kaufinteresse"

SAP und Salesforce sprachen über Strategie

04. Mai 2015
SAP-Chef Bill McDermott soll sich nach Angaben von Insidern im vergangenen Jahr mit seinem Salesforce-Kollegen Marc Benioff über strategische Fragen unterhalten haben.

Die Gespräche hätten sich auch um eine mögliche Übernahme des kalifornischen Softwarespezialisten durch SAPSAP gedreht, schrieb die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf eine mit der Angelegenheit vertraute Person. Benioff soll McDermott demnach im April 2014 kontaktiert haben. Damals hatte Salesforce einen Börsenwert von knapp 37 Milliarden Dollar. Alles zu SAP auf CIO.de

Salesforce.com-CEO Marc Benioff (hier auf der Dreamforce 2013)
Salesforce.com-CEO Marc Benioff (hier auf der Dreamforce 2013)
Foto: Thomas Cloer

SAP dementierte ein Interesse an dem Spezialisten für Vertriebssoftware. "Der Eindruck, SAP erwäge eine Übernahme von Salesforce oder habe dies jemals getan, entspricht nicht der Wahrheit", sagte eine Sprecherin des Dax-Konzerns. Salesforce wollte den Bericht nicht kommentieren. Laut Medienberichten aus der vergangenen Woche hatte sich das Unternehmen aus San Francisco an Banker gewandt, um Übernahme-Anfragen zu sichten, nachdem es eine konkrete Anfrage erhalten hatte.

Salesforce hat inzwischen eine Marktkapitalisierung von fast 48 Milliarden Dollar (umgerechnet 42,8 Milliarden Euro) und ist im sogenannten Cloud-Geschäft der große Rivale von SAP. Auf öffentlicher Bühne teilen beide Chefs gern verbal gegen die Konkurrenz aus. Salesforce vertreibt seine Software nur über das Internet und gegen Mietgebühr und ist gemessen am Umsatz vor SAP die Nummer eins auf diesem Gebiet. SAP hat in den vergangenen Jahren für viele Milliarden Euro in der Cloud zugekauft - nach der vorerst letzten Übernahme des US-Reisekostenspezialisten Concur soll aber nur noch punktuell Geld für Akquisitionen ausgegeben werden. (dpa/tc)

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