Millionenauftrag soll Steuermoral heben

SIS modernisiert IT des türkischen Finanzministeriums

01. Oktober 2007
Von Nina Gut
Das türkische Finanzministerium hat Siemens IT Solutions and Services einen 73-Millionen-Euro-Großauftrag erteilt. Siemens modernisiert dafür landesweit die IT-Infrastruktur von über 1.000 Steuerämtern und verbindet sie mit einem einheitlichen IT-System: Ziel: Die Kooperation zwischen den verschiedenen Steuerämtern, Institutionen der Regierung und Banken soll besser werden - genauso wie der Service für den Bürger. Außerdem sollen die Steuerzahlungen genauer überwacht werden.

Der IT-Auftrag ist der bislang größte, den die öffentliche Hand in der Türkei je vergeben hat. Bereits 1998 und 2004 hatte Siemens zwei Aufträge vom Finanzministerium erhalten und dabei die Grundlage des derzeitigen IT-Systems gelegt. Siemens erweitert es nun um eine Web-basierte Lösung. Diese ermöglicht es, landesweit die steuerrelevanten Daten zwischen sämtlichen Ämtern auszutauschen, BankenBanken und Regierungsbehörden anzubinden und sämtliche Informationen an einer zentralen Stelle zusammenzuführen. Top-Firmen der Branche Banken

Siemens richtet zu diesem Zweck ein zentrales Data Warehouse ein. Außerdem installiert das Unternehmen drei Rechenzentren, um einen Betrieb der Lösung ohne Unterbrechung zu gewährleisten, erneuert existierende Hard- und Software, erweitert das bestehende Intranet, verbessert die Sicherheitsstandards und beschleunigt so den Informationsfluss für das Top-Management der Behörde. Die IT-Firma schult mehr als 18.000 Mitarbeiter im Umgang mit dem neuen System.

"Die IT-Lösung soll innerhalb von zwei Jahren realisiert werden", sagt Jörn Roggenbuck von Siemens. Spätestens dann werden auch die Steuerzahler profitieren. Denn sie können ihre Angelegenheiten dann ortsunabhängig bei jedem Finanzamt regeln - oder einfach per Internet. Ihre Anträge werden schneller bearbeitet, da die Mitarbeiter auf benötigte Informationen oder neueste Gesetze und Verfahren sofort zugreifen können.

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