Do's und Dont's

Smalltalk-Fehler vermeiden

Andrea König lebt als freie Journalistin in Hamburg. Arbeiten von ihr wurden unter anderem in der Süddeutschen Zeitung und im Focus veröffentlicht, seit 2008 schreibt sie auch für CIO.de. Die Schwerpunkte Ihrer Arbeit für die CIO-Redaktion sind Themen rund um Karriere, soziale Netzwerke, die Zukunft der Arbeit und Buchtipps für Manager.
Smalltalk im Beruf dient dem Networking. Trainerin und Autorin Susanne Watzke-Otte gibt im Gespräch mit CIO Ratschläge für gelungenen Smalltalk im Beruf und erläutert Tabus.

CIO.de: Gibt es einen perfekten Einstiegssatz für Berufs-Smalltalk?

Jein. Immer denselben Satz oder auch nur das gleiche Thema zu benutzen, ist nicht Sinn der Sache. Wenn Sie allerdings zum ersten Mal mit einem fremden Menschen sprechen, gibt es den klassischen Gesprächseinstieg mit Begrüßung, Höflichkeitsfloskel und Vorstellung. Zum Beispiel so: "Guten Tag, Herr Maier! Schön, dass wir uns kennen lernen. Ich bin Frau Müller aus der IT-Abteilung." Und dann können Sie eine Frage stellen, zum Beispiel "Haben Sie gut hergefunden?"

CIO.de: Wie beginnt man den Smalltalk mit bereits bekannten Personen?

Susanne Watzke-Otte im Gespräch mit CIO.de.
Susanne Watzke-Otte im Gespräch mit CIO.de.

Da wird es natürlich viel leichter: Sie können Ihnen bekannte Hobbys, Interessen oder Vorlieben derjenigen Person aufgreifen und ansprechen. Dann fragen Sie zum Beispiel zum Wochenbeginn, ob derjenige ein schönes Wochenende hatte - bei dem tollen Wetter habe er doch sicher Golf gespielt?

CIO.de: Wie gelingt Smalltalk im Beruf?

Smalltalk im Beruf ist mehr als nur das nette Plaudern übers Wetter. Er dient der Beziehungspflege, dem Networking und ist damit ein Karrierefaktor. Damit er gelingt, gilt das Gleiche wie für privaten Smalltalk: Das Gespräch findet vor allem auf der Beziehungs-, weniger auf der Sachebene statt und muss hier auch gelingen.

CIO.de: Worauf muss man achten?

Achten Sie darauf, dass Sie sympathisch rüberkommen und Ihr Gesprächspartner sich wohl fühlt. Dafür sollten Sie Interesse am Gegenüber zeigen, Fragen stellen und aktiv zuhören.

CIO.de: Wie zeigt man Interesse?

Sie sind auf den Gesprächspartner konzentriert: Sie halten beim Zuhören Blickkontakt und signalisieren durch Lächeln, Nicken oder Aufmerksamkeitslaute wie "Mh" oder "Ja", dass Sie zuhören. Sie knüpfen an das Gehörte an, fragen nach - eben Dialog statt Monolog.

Tabuthemen beim Smalltalk

CIO.de: Was sollte man beim Smalltalk im Beruf unbedingt vermeiden?

Vermeiden Sie alles, was dem eigentlichen Ziel des Small Talk, nämlich der Kontaktpflege, Ihrem Networking schaden könnte: Sogenannte Kommunikationssperren wie Besserwisserei, Spott, Ironie, ungebetene Ratschläge oder permanentes von sich selbst reden machen Sie beim Gesprächspartner nicht beliebt. Das gilt auch für Killerphrasen wie "Das haben wir aber noch nie so gemacht!" oder Reizformulierungen wie "Aber Sie müssen doch zugeben, dass…". Zu den Dont's gehört auch, nicht richtig zuzuhören oder den Blick während des Gesprächs durch den Raum schweifen zu lassen - das wirkt uninteressiert und gelangweilt.

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