Mehr Vorsicht, bitte

Social Networks: Leichtes Spiel für Kriminelle

31. August 2007
Von Alexander Galdy
Besucher von Social Network Websites geben viel zu arglos private Daten an Unbekannte weiter. Das zeigt ein Experiment von Sophos. Das Unternehmen rät zu einem sensibleren Umgang. Denn immer wieder verbirgt sich hinter einem neuen Kontakt ein Cyber-Krimineller. Auch Firmen kann die Nachlässigkeit ihrer Mitarbeiter zum Verhängnis werden.

Social Networks gehören mittlerweile zu den mit am meisten genutzten Angeboten im Web 2.0. Auf Online-Plattformen wie Stayfriends oder Lokalisten sind Millionen von Internet-Nutzern weltweit registriert. Die Mitglieder dieser Websites geben dort auf Anfrage persönliche Daten wie E-Mail-Adresse, Geburtstag oder Telefonnummer preis.

Und das oft unüberlegt und ohne die Identität des Absenders zu kennen, wie Sophos berichtet - ein gefundenes Fressen für Cyber-Kriminelle. Für sie ist es ein Leichtes, so potenzielle Opfer auszuspionieren und gezielt zu attackieren. Nachlässige Mitarbeiter können so auch Unternehmen in die Bredouille bringen. Firmen sollten deshalb Richtlinien zur beruflichen Nutzung von Online-Netzwerken definieren, rät Sophos.

Misstrauen über Bord geworfen

Der IT-Sicherheitsanbieter rät deshalb zu erhöhter Vorsicht beim Umgang mit vertraulichen Daten im Internet. "Um alte Schulkameraden zu finden, neue Freundschaften zu schließen oder berufliche Kontakte zu knüpfen, wirft so mancher Nutzer jegliches Misstrauen über Bord“, sagt Christoph Hardy, SecuritySecurity Consultant bei Sophos. Alles zu Security auf CIO.de

Wildfremden werden vertrauliche Informationen offenbart. Dass sich hinter dem viel versprechenden neuen Geschäftspartner auch ein Hacker oder Spammer verstecken kann, scheinen die wenigsten zu bedenken. Eine kurze Anfrage per Mail genügt und viele Nutzer der Social Network Websites geben bereitwillig Auskunft.