Messbarer Produktivitätsschwund

Spam entwickelt sich zur Kostenfrage

21. April 2004
Von Patrick Goltzsch
Der Umgang mit unerwünschter Werbung per E-Mail wird zu einem Kostenfaktor für Unternehmen. Da CIOs zudem von einer steigenden Flut des Werbemülls ausgehen, sollten sie Investitionen in Schutzmaßnahmen erwägen, um die Produktivität der Mitarbeiter zu steigern, so die Marktforscher von IDC.

Im vergangenen Jahr soll bereits ein Drittel aller in Nordamerika pro Tag verschickten E-Mails unerwünschte Werbung oder Spam gewesen sein. Das bedeute eine Verdoppelung gegenüber 2001, so IDC. Der britische E-Mail-Dienstleister MessageLabs verkündete bereits im Sommer letzten Jahres mehr als die Hälfte aller E-Mails sei als unerwünschte Werbung zu klassifizieren.

Nach den Berechnungen der Marktforscher fallen durch die Reklame für ein Unternehmen mit mehr als 5000 E-Mail-Nutzern erhebliche Kosten an. Ohne einen Spam-Schutz vergeuden durchschnittliche Nutzer zehn Minuten pro Tag mit dem Säubern ihres Postfachs, woraus sich ein Verlust von 4,1 Millionen Dollar errechnet. IT-Spezialisten befassen sich der Rechnung zufolge knapp eine Dreiviertelstunde pro Tag mit dem Problem.

Demgegenüber können Investitionen in Spam-Schutz die Zeitspanne auf fünf Minuten pro Nutzer und knapp 20 Minuten bei IT-Fachkräften verkürzen.

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"Spam ist zu mehr als einem bloßen Ärgernis geworden; es entwickelt sich zügig zu einem Produktivitätshindernis", sagt Mark Levitt, Analyst bei IDC.

Da drei Viertel der befragten IT-Leiter davon ausgehen, dass die Gesetzgebung kaum einen Einfluss auf das Problem haben wird, stiegen die Ausgaben für Anti-Spam-Lösungen bereits im vergangenen Jahr sprunghaft an.

Für die Studie hat IDC 1000 Fachkräfte aus dem mittleren oder höheren IT-Management von Unternehmen zu den Kosten von Spam und Schutzlösungen in Nordamerika befragt.

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