Outsourcing kostet 130.000 deutsche IT-Jobs

Sparzwang drängt zu Offshoring

19. Februar 2004
Von Patrick Goltzsch
Das Auslagern von Geschäftsprozessen wird in Deutschland in den kommenden drei Jahren deutlich zunehmen. Dadurch würden bis zu 130.000 IT-Arbeitsplätze ins Ausland verlagert, so eine Studie der Beratungsfirma A.T. Kearney.

Deutsche Unternehmen müssen nach wie vor Kosten drücken und werden daher Funktionen, die nicht zum Kerngeschäft gehören, vorwiegend in Niedriglohnländer auslagern. In den USA, so A.T. Kearney, investierten Unternehmen bereits 20 Prozent des IT-Budgets in das OutsourcingOutsourcing. Da sich in Deutschland bis zu zwei Milliarden Euro durch das Verlagern von Geschäftsprozessen ins Ausland einsparen ließen, rechnet A.T. Kearney damit, dass sich die hiesigen Verhältnisse denen in den USA angleichen werden. Bislang beträgt der Anteil ausgelagerter IT-Dienstleistungen in Deutschland fünf Prozent. Alles zu Outsourcing auf CIO.de

"Zur Zeit sind etwa ein Drittel aller Unternehmen in Deutschland gegenüber Offshoring noch zurückhaltend. Dennoch wird der Wettbewerbsdruck auch diese Unternehmen mittelfristig zu entsprechenden Maßnahmen zwingen", sagt Dirk Buchta, Leiter des Bereichs strategische IT bei A.T. Kearney.

Insbesondere die deutschen IT-Dienstleister werden durch die Entwicklung unter Druck geraten. A.T. Kearney zufolge fehlt es ihnen an schlüssigen Konzepten zum Offshoring. Dagegen könne die Konkurrenz aus Übersee auf ihre Erfahrungen und ihre erprobten Ansätze zurückgreifen.

Um diesem Trend zu begegnen, empfehlen die Berater der Branche sich auf Innovationen und die situationsgerechte Qualifikation ihrer Arbeitskräfte zu konzentrieren. Außerdem müsse die Ausbildung der Informatiker vermehrt die Vermittlung von Management-Fähigkeiten berücksichtigen.

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