Sprechende Autos sollen künftig vor Staus warnen

11. Juli 2013
Es war ein Testlauf, ob "sprechende" Autos Unfälle im Straßenverkehr verhindern können: Die Autoindustrie hat bis Juni in der Rhein-Main-Region die Kommunikation von Autos untereinander erprobt.

Ziel des fünfjährigen Pilotprojekts mit dem Namen "Sichere Intelligente Mobilität - Testfeld Deutschland" (SIM-TD) war es nach Angaben des Verbands der Automobilindustrie (VDA), ein System zu
entwickeln, das über Funk Informationen zur Verkehrslage zwischen Autos, Ampeln, Verkehrsleitzentralen und Funkstationen austauscht.

Künftig sollen mit dieser Technologie Unfälle reduziert, Staus vermieden und Sprit gespart werden, teilte der VDA mit. An dem Projekt waren deutsche Automobilhersteller, Zulieferer, die Deutsche Telekom und mehrere Forschungsinstitute beteiligt. Ob Stau, Unfall oder Glatteis: Mit Hilfe von über hundert WLAN-Stationen, die an der Straße aufgebaut waren, sowie über das Mobilfunknetz unterhielten sich die Autos untereinander über Verkehrsereignisse oder teilten der Verkehrszentrale die aktuelle Lage mit, erklärte VDA-Geschäftsführer Ulrich Eichhorn.

Eine getestete Funktion war etwa die Warnung vor einem Stau: "Ein Signal zeigt auf einem Display an: In wenigen hundert Metern bremsen Autos stark ab - bereite dich darauf vor, fahre langsamer!", sagte Eichhorn. Mit einem solchen Hinweis im Auto könnte man künftig sicherer und energieeffizienter unterwegs sein. Das Pilotprojekt sei erfolgreich verlaufen, hieß es. Schritt für Schritt soll die Technologie in den nächsten Jahren in die Flotten der deutschen Autoschmieden eingebaut werden. (dpa/rs)

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