Unified Communications

Steigende Nachfrage nach integrierten UC-Lösungen

15. Dezember 2008
Durch die Verknüpfung von Messaging, E-Mail und Conferencing können Firmen den steigenden Kommunikationsanforderungen begegnen.

Der deutsche Markt für Unified Communications (UC) ist bislang geprägt durch eine Vielzahl von Pilotprojekten. Den Beratern der Experton Group zufolge wird der Stellenwert von UC-Lösungen in den nächsten Jahren aber kontinuierlich steigen. Durch die mittels UC erreichte Verknüpfung aller Formen von Messaging, Mail und Conferencing in harmonisierten Posteingängen und Schnittstellen können Firmen den steigenden Anforderungen an die Kommunikation in einer zunehmend komplexen Arbeitswelt wirkungsvoll begegnen, meinen die Experten.

Zwar dominieren bislang klassische Medien wie Telefon und gut adaptierte neue Medien wie E-Mail. Neue Techniken wie Audiokonferenzen, VoIP-Telefonie, Instant Messaging und Application Sharing kommen aber immer häufiger zum Einsatz, beobachten die Experten. Hintergrund sind die Zeitverzögerungen, die durch die Nichterreichbarkeit von Mitarbeitern entstehen, sowie Leerläufe aufgrund ungleicher Informationsstände. Einer Umfrage von Experton unter 118 Unternehmen mit mehr als 200 Mitarbeitern zufolge geötem diese beiden Punkte als entscheidende Herausforderungen im Zusammenhang mit der Unternehmenskommunikation.

Von UC erwarten sich Unternehmen hier erhebliche Verbesserungen. So lassen sich Zeitverzögerungen aufgrund von Nichterreichbarkeit durch intelligente Präsenzfunktionen oder Push-Dienste wie Push-Email verkürzen. Als wirksame Mittel gegen Leerläufe wegen ungleicher Informationsstände gelten Application-Sharing und Collaboration- Tools. Heutige UC-Produkte müssen in der Lage sein, zur Beschleunigung von Geschäftsprozessen und zur Verkürzung der Reaktionszeiten beizutragen. Als wichtigste technische Voraussetzung gilt die Stabilität der Lösung, gefolgt von Sicherheit und der Möglichkeit, andere Anwendungen zu integrieren.

Allerdings stehen der Einführung von UC noch eine einige Hindernissen im Weg. Wie die Umfrage zeigt, schrecken die Anwender vor allem vor den hohen Erstinvestitionen zurück (siehe Grafik). Zudem sei der Nutzen von UC schwer quantifizierbar.

Insbesondere für Unternehmen mit vielen Niederlassungen oder großen Außendienstteams beziehungsweise vielen Teleworkern ist UC interessant. Bei Firmen mit weniger als 200 Mitarbeitern ist der Bedarf laut Experton geringer oder zumindest subjektiver. Hier würden globale Trends wie die Flexibilisierung der Arbeitszeiten oder die Mobilisierung der Arbeit in geringerem Ausmaß wahrgenommen als in größeren Unternehmen. Zudem sei die Technisierung der Kommunikation noch nicht so weit vorangeschritten. Nach wie vor dominiere das klassische Festnetztelefon die Kommunikation in kleineren Unternehmen. Laut Experton besitzen mehr als zwei Drittel der kleineren Unternehmen noch vollständig isolierte Kommunikationsmittel. Integrierte Lösungen haben lediglich vier Prozent im Einsatz. UC-Teillösungen haben weniger als ein Drittel realisiert, dafür sind diese Anwender auch sehr zufrieden mit ihrer Lösung. Die überwiegende Mehrheit konnte die Kommunikation durch UC beschleunigen und verbessern.

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