Teilvergleich

Streit um Qimonda-Patente kostet Infineon 260 Millionen Euro

25. September 2014
Im Streit um die Patente der ehemaligen Speicherchip-Tochter Qimonda zahlt der Halbleiterhersteller Infineon 260 Millionen Euro. Das sieht ein Teilvergleich vor, auf den sich Qimonda-Insolvenzverwalter Michael Jaffé und Infineon außergerichtlich geeinigt haben, wie beide Seiten am Mittwoch in München mitteilten.

135 Millionen Euro der Gesamtsumme sind als Vergleichsbetrag vorgesehen, weitere 125 Millionen Euro für den Erwerb der Qimonda-Patente. Der milliardenschwere Streit vor dem Landgericht München wegen der Ausgliederung von Qimonda ist damit allerdings noch nicht vom Tisch.

Seit November 2012 läuft ein Prozess vor dem Landgericht München. Jaffé hatte den Halbleiterhersteller auf 3,35 Milliarden Euro verklagt. Der Insolvenzverwalter wirft Infineon folgenschwere Fehler bei der Ausgliederung des Computerspeicher-Geschäfts in die Qimonda AG im Jahr 2006 vor und fordert deshalb Schadenersatz. Qimonda war 2009 pleitegegangen.

Infineon bestritt die Ansprüche des Insolvenzverwalters und zeigte sich zuversichtlich, was den Ausgang des Streits anbelangt. Jaffé wiederum erklärte, mit dem Teilvergleich sei man "einen großen Schritt weitergekommen". (dpa/rs)

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