Vectoring

Telekom will 135.000 VDSL-Leitungen der Konkurrenz kappen

24. Februar 2015
Die Deutsche Telekom will weitere 5,9 Millionen Haushalte mit schnellerem Internet versorgen und dafür 135.000 Anschlüsse von Konkurrenten abklemmen. Der Bonner Konzern beantragte dafür eine entsprechende Änderung der Regulierungsvorgaben.
Foto: Telekom

Die TelekomTelekom setzt bei diesem Ausbau auf die sogenannte Vectoring-Technik. Mit ihr sind - zumindest theoretisch - Geschwindigkeiten von bis zu 100 MBit pro Sekunde im herkömmlichen Kupfernetz möglich. Mit den aktuellen Plänen (PDF) sollen Nahbereiche um die rund 8000 Hauptverteiler mit Vectoring-Technik aufgerüstet werden. Laut Telekom ist das bisher nicht möglich, denn die Umstellung könne für Störungen sorgen, wenn über die Hauptverteiler der Telekom VDSL-Anschlüsse betrieben werden. "Die Telekom beantragt daher, von der Verpflichtung, Wettbewerbern VDSL-Anschlüsse in den Hauptverteilern zu ermöglichen, befreit zu werden", hieß es. Betroffen wären rund 135 000 Anschlüsse. Top-500-Firmenprofil für Deutsche Telekom AG

VATM warnt vor Ausbaumonopol

Die Telekom-Wettbewerber hatten die Pläne bereits am Freitag scharf kritisiert (PDF). Ihr Verband VATM warf der Telekom den Versuch vor, sich ein "Ausbaumonopol" zu sichern. Der Bundesverband Glasfaseranschluss (BUGLAS) nannte das Vorhaben "volkswirtschaftlich unsinnig". Die Telekom erklärt, die Wettbewerb sollen künftig statt VDSLVDSL genauso wie in den übrigen Gebieten Zugang zu den Produkten auf Vectoring-Basis bekommen. (dpa/mb) Alles zu Netzwerke auf CIO.de

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