"New York Times"

Uber will die nächste Milliarde von Investoren

26. Oktober 2015
Der umstrittene Fahrdienst-Vermittler Uber will nach Informationen der "New York Times" schon wieder rund eine Milliarde Dollar frisches Geld bei Investoren einsammeln.

Das Startup aus San Francisco solle dabei insgesamt mit 60 bis 70 Milliarden Dollar bewertet werden, schrieb die Zeitung am Wochenende unter Berufung auf informierte Personen. Uber hatte erst im Sommer die vergangene milliardenschwere Finanzierungsrunde abgeschlossen. Damals soll die Firma mit rund 50 Milliarden Dollar bewertet worden sein. Eine Bewertung entscheidet darüber, welchen Anteil am Unternehmen Investoren für ihr Geld erhalten. Bei einer Gesamtbewertung von 70 Milliarden Dollar bekäme man für eine Milliarde also gerade einmal 1,4 Prozent der Aktien.

Der "New York Times" zufolge bekam Uber in den vergangenen Jahren insgesamt acht Milliarden Dollar von Investoren - so viel wie kein anderes Startup bisher. Uber nutzt das Geld vor allem für eine rasante internationale Expansion. Es ist unklar, wie schnell es ausgegeben wird und wie viel von den vorherigen Runden übrig ist. Uber stößt dabei vielerorts auf massiven Widerstand von Taxi-Branche und Behörden, die dem Dienst unfairen Wettbewerb vorwerfen. In Deutschland wurde das Geschäft von Uber vor Gericht eingeschränkt.

Die zwischen Unternehmen und Investoren ausgehandelte Bewertung gilt auch als Orientierung für einen Börsengang. Ubers Gründer und Chef Travis Kalanick sagte jüngst auf einer Konferenz des "Wall Street Journal", für das Unternehmen sei es zu früh, an die Börse zu gehen. (dpa/tc)

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