Experiment mit Teams

Ungerechter Lohn ist schlecht fürs Herz

05. Juli 2011
Andrea König lebt als freie Journalistin in Hamburg. Arbeiten von ihr wurden unter anderem in der Süddeutschen Zeitung und im Focus veröffentlicht, seit 2008 schreibt sie auch für CIO.de. Die Schwerpunkte Ihrer Arbeit für die CIO-Redaktion sind Themen rund um Karriere, soziale Netzwerke, die Zukunft der Arbeit und Buchtipps für Manager.
Wer seine Bezahlung als unfair empfindet, leidet eher unter Herzkrankheiten, Bluthochdruck und Depressionen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Langzeitstudie.

Ungerechte Löhne sind schlecht für das Herz. Zu diesem Ergebnis kommt eine kürzlich vom Sozio-oekonomischen Panel (SOEP) veröffentlichte Studie einer Forschergruppe. "Menschen, die ihre Bezahlung als unfair empfinden, geraten schnell unter Stress", sagt der Bonner Ökonom Armin Falk. Außerdem litten sie eher unter Herzkrankheiten, Bluthochdruck und Depressionen.

In der Regel erhielten die Arbeiter im Experiment weniger Lohn als erwartet.
In der Regel erhielten die Arbeiter im Experiment weniger Lohn als erwartet.
Foto: eyewave - Fotolia.com

Im Rahmen eines Experiments hatten die Forscher untersucht, wie sich das Ungerechtigkeitsgefühl auf die GesundheitGesundheit auswirkt. Zusätzlich zum Experiment haben die Wissenschaftler Daten des Sozio-oekonomischen Panels ausgewertet. Top-Firmen der Branche Gesundheit

Das Experiment sah so aus: Falk teilte 80 Studierende in Zweiergruppen auf. In jeder Gruppe benannte er einen Chef und einen Arbeiter. Die Arbeiter bekamen Blätter mit Nullen und Einsen und mussten 25 Minuten lang Nullen zählen. In dieser Zeit durften sich die Chefs entspannen.

Umso mehr Zahlen die Arbeiter addierten, desto höher fiel der Lohn des Teams aus. Diesen Verdienst durften die Chefs dann willkürlich aufteilen. Das Ergebnis von Falks Experiment: In der Regel erhielten die Arbeiter weniger Lohn als sie erwartet hätten.

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