Studie aus Stanford

Wann CEO und CFO lügen

04. Oktober 2010
Andrea König lebt als freie Journalistin in Hamburg. Arbeiten von ihr wurden unter anderem in der Süddeutschen Zeitung und im Focus veröffentlicht, seit 2008 schreibt sie auch für CIO.de. Die Schwerpunkte Ihrer Arbeit für die CIO-Redaktion sind Themen rund um Karriere, soziale Netzwerke, die Zukunft der Arbeit und Buchtipps für Manager.
Spricht der Chef in der dritten Person oder drückt sich überschwänglich positiv aus, weist das auf Lügen hin. Das zeigt eine Auswertung von Telefonkonferenzen.

Forscher der Stanford Universität haben untersucht, wie man seinen Chef beim Lügen ertappen kann. Bei knapp 30.000 Telefonkonferenzen zu Quartalsbilanzen haben sie das Sprachverhalten von CEOs und CFOs analysiert.

Woran erkennt man, wenn der CEO lügt?
Woran erkennt man, wenn der CEO lügt?
Foto: MEV Verlag GmbH

Das Ergebnis: Eine Lüge erkennt man an der Wortwahl. Den Forschern fiel auf, dass mogelnde CEOs sehr phrasenhaft sprachen, zum Beispiel "wie sie wissen". Außerdem vermieden Sie die erste Person und sprachen stattdessen in der dritten Person und verwiesen auf das Team und das Unternehmen.

Überschwänglichkeit entlarvt Lügner

Wenn die lügenden CEOs positive Worte benutzten, dann waren es sehr überschwängliche. Anstatt etwas als "gut" zu titulieren, war es "fantastisch". Außerdem zögerten Sie nicht in ihren Aussagen, etwa durch ein "äh". Das lässt Rückschlüsse darauf zu, dass die Antworten gut vorbereitet und einstudiert waren.

Bei den CFOs wird anders gelogen. Wenn sie flunkern, benutzen Sie nicht mehr extrem negative beziehungsweise extrem positive Worte, also beispielsweise das "fantastisch".

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