Innenansichten

Was in Fernseher, Notebook, Tablet steckt

22. November 2012
Von Ines Walke-Chomjakov
TVs, Notebooks, Smartphones: Die Hardware kommt aus Asien - unabhängig von welchem Hersteller. Wir zeigen, wer für wen fertigt und wie die Firmen zusammenhängen.

Egal, welcher Herstellername auf dem Flachbildfernseher, Smartphone oder Notebook steht, in den meisten Fällen kommen Geräte und Komponenten aus der Fertigung anderer Firmen. Die Original-Hersteller beschränken sich oft auf Forschung und Entwicklung, tatsächlich gebaut wird die Hardware von Auftragsfertigern, die in erster Linie in China und auf Taiwan sitzen.

LCD-TV-Produktion: Die Grafik stellt die Produktion im eigenen Haus der ausgelagerten Herstellung gegenüber.
LCD-TV-Produktion: Die Grafik stellt die Produktion im eigenen Haus der ausgelagerten Herstellung gegenüber.
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Beispiel Fernseher: Hier vertrauen gerade die Hersteller aus Japan verstärkt auf Partner für die eigentliche Produktion, teilweise sind diese sogar in die Produktentwicklung einbezogen. Ein Grund liegt im starken Yen, der TVs aus dem eigenen Land zu teuer macht. So ist es nicht verwunderlich, dass immer mehr Fernseher nicht von den Herstellern selbst, sondern vielmehr von größtenteils chinesischen und taiwanischen ODMs (Original Development Manufactures) gebaut werden. Insbesondere japanische TV-Hersteller wie Sony, Panasonic und Sharp, die gerade sehr unter Druck stehen, lassen ihre Produkte von anderen bauen. Das betrifft sowohl die Einzelteile als auch den Zusammenbau der TVs.

Dass diese Entwicklung auch in den nächsten Jahren anhalten wird, zeigt eine aktuelle Analyse von IHS iSuppli zu Flachbildfernsehern: Ihr zufolge sollen bis zum Jahr 2016 insgesamt 43,7 Prozent der TVs von Auftragsfertigern stammen. Zum Vergleich: Im Jahr 2010 waren es noch 33,5 Prozent der Fernseher, die nicht von den Herstellern selbst gebaut wurden. Als Top-TV-Bauer nennt der Bericht TPV Technology – das Unternehmen, das die TV-Sparte von Philips übernommen hat.

TVs: Woher die Bauteile kommen

Auch das Innenleben von TVs, SmartphonesSmartphones und anderen Produkten kommt aus den verschiedensten Quellen. Im Falle der Fernseher stammen beispielsweise die LED-Backlight-Module oft von Firmen wie I-Chiun Precision Industry oder Global Lighting Technologies (GLT). Die LEDs letzterer Firma stecken etwa in Sharp-TVs mit Bildschirmdiagonalen von 55 bis 60 Zoll. Alles zu Smartphones auf CIO.de

Panels liefert etwa Compal Electronics – ein taiwanisches Unternehmen, das auch zweitgrößter PC-Auftragsfertiger und zusammen mit Wistron für Firmen wie Toshiba und Sony tätig ist. Panels stellen auch Chimei Innolux oder AU Optronics her. Den Angaben von IHS iSuppli zufolge ist jedoch Han Hai der absolute Marktführer unter den EMS (Electronics Manufacturing Services) im Fernseherbereich. Der Konzern sagt Ihnen vielleicht im ersten Moment nichts. Um so mehr aber das Unternehmen Foxconn, das zu Han Hai gehört und als Apple-Auftragsfertiger aufgrund der Arbeiteraufstände gerade wieder in den Schlagzeilen gelandet ist. Neben AppleApple gehören auch Sony und Sharp zu dessen Auftraggebern. Alles zu Apple auf CIO.de