Anonym im Web

Wie das Netzwerk Tor funktioniert

03. Juli 2014
Die Anonymisierungstechnologie Tor erlaubt Nutzern, sich unbeobachtet im Netz zu bewegen.

Das Akronym Tor steht für "The Onion Router" (der Zwiebelrouter). Damit wird angedeutet, dass der Dienst die Daten wie bei einer Zwiebel mit ihren vielen Lagen auch durch verschiedene Schichten schickt, bevor sie am Ziel ankommen. Tor leitet den Internetverkehr über mindestens drei Zwischenstationen. So kann der Betreiber eines Servers nicht mehr erkennen, wo ein Nutzer ursprünglich herkam. Mit Tor kann man das Surfen im Netz, aber auch Datei-Übertragungen und Internet-Dienste wie Chat absichern.

Zusätzlich werden die Daten durch mehrere Schichten von Verschlüsselung geschützt, ähnlich wie bei der Zwiebel. Das Netzwerk besteht derzeit aus etwa 5600 Servern, die größtenteils von Freiwilligen betrieben werden. Auch die Journalistenorganisation Reporter ohne Grenzen, der Chaos Computer Club und mehrere Landesverbände der Piratenpartei betreiben Tor-Server. Ursprünglich wurde das Tor-Projekt von einem Forschungszweig der US-Marine mitentwickelt. Es erhält bis heute einen Teil seiner Finanzierung von der US-Regierung. (dpa/rs)

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