Umstieg auf Windows 8

Wie Sie von Windows XP auf Windows 8 migrieren

05. Juni 2013
Jochen Rapp ist Solution Manager bei der Computacenter AG & Co. oHG.
Die Zeit auf eine neue Windows-Version zu migrieren drängt: Im April 2014 endet der XP-Support durch Microsoft. Dieser Ratgeber fasst Voraussetzungen, mögliche Probleme und Tipps zur direkten Migration auf Windows 8 zusammen.

Wenn Unternehmen direkt von Windows XP auf Windows 8 umsteigen, ist meist ein aufwändiger Migrationsprozess erforderlich. Diesen gilt es allerdings rechtzeitig zu planen, denn im April 2014 läuft der XP-Support durch Microsoft aus. Zahlreiche Soft- und Hardware-Hersteller unterstützen das bereits 2001 eingeführte Betriebssystem seit geraumer Zeit nicht mehr.

Alleine in Deutschland betrifft die anstehende Ablösung von Windows XP schätzungsweise ein Drittel der größeren Unternehmen. Um diesen Prozess effizient und reibungslos zu gestalten, sollten bei der Planung und Umsetzung wichtige Schritte beachtet werden.

Technische und organisatorische Voraussetzungen schaffen

Zu Beginn müssen sämtliche Applikationen auf ihre Kompatibilität mit Windows 8Windows 8 überprüft werden. In diesem Zuge empfiehlt es sich, Anwendungen auszusortieren, die nicht mehr benötigt werden. Als problematisch können sich zum Beispiel spezielle Geschäftsanwendungen entpuppen, für die es keine Updates gibt, oder selbstentwickelte Anwendungen, die lange nicht aktualisiert wurden und deren Entwickler nicht mehr verfügbar ist. Die größte Herausforderung ist die Erneuerung der gesamten Sicherheitsumgebung. Denn Anwendungen wie Firewalls, Virenschutz, Festplattenverschlüsselung und VPN sind meist dediziert für eine Version des Betriebssystems entwickelt worden und funktionieren auf anderen Versionen nicht oder nicht richtig. Alles zu Windows 8 auf CIO.de

Gründe dafür, dass Software-Anwendungen unter Windows 8 nicht laufen, liegen häufig in der Sicherheitsumgebung, die im Vergleich zu XP eine vollkommen neue Welt ist. Anwendungen für XP wurden häufig unter der Annahme von Administrationsrechten entwickelt, die es bei Windows 8 in dieser Art nicht mehr gibt. Diese werden in der neuen Version für jeden Prozess überprüft und müssen gegebenenfalls vom Anwender selbst bestätigt werden. Applikationen, die diesen Benutzerkontenschutz nicht unterstützen, bereiten häufig Probleme.

Abgesehen von Sicherheitslösungen funktioniert der Umstieg meist relativ einfach. Erfahrungen aus der Praxis zeigen, dass 80 Prozent der XP-Applikationen den Kompatibilitätstest bestehen. Zudem haben viele Unternehmen, die mit Windows XP arbeiten, bereits neuere Software-Versionen installiert, die auf Windows 8 weiterhin funktionieren.

Darüber hinaus muss für alle neueren MicrosoftMicrosoft Produkte - einschließlich Windows 8 - im Unternehmensnetz ein Lizenzverwaltungsdienst eingerichtet werden. Der sogenannte Key Management Service überprüft und aktiviert regelmäßig die vorhandenen Microsoft-Lizenzen. Alles zu Microsoft auf CIO.de

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