Anwender hängen an XP

Windows 7 leidet unter schlechtem Ruf von Vista

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Acht von zehn WindowsXP-Nutzern wollen Vista überspringen und lieber gleich Windows 7 implementieren. Damit lassen sie sich allerdings Zeit. US-Analystin Diane Hagglund glaubt, dass das neue Betriebssystem wegen des Vista-Flops nicht vorankommt.
Auf Vista wechseln? Da bleibt für viele lieber der Bildschirm schwarz.
Auf Vista wechseln? Da bleibt für viele lieber der Bildschirm schwarz.
Foto: MEV Verlag

"In der IT hasst man nichts mehr als Veränderung", behauptet Diane Hagglund. Sie ist Analystin beim Marktforscher Dimensional Research und hat die Studie "Windows 7 Adoption: A survey of technology professionals" geleitet. Resultat: Weil Vista bei den Anwendern gefloppt ist, wollen die meisten auch Windows 7 nicht implementieren. Sie hängen an Windows XP.

Dazu ein paar Zahlen: 97 Prozent der Befragten geben an, noch immer mit XP zu arbeiten, obwohl das Betriebssystem mittlerweile rund acht Jahre alt ist. Zusätzlich ist Vista nur in 40 Prozent der Unternehmen vertreten. Linux kommt auf 32 Prozent und Mac OS X auf 28 Prozent der Nennungen.

Dabei erklären 83 Prozent der Studienteilnehmer, Vista überspringen und gleich auf Windows 7 gehen zu wollen. Diesen Schritt wollen sie allerdings so lang wie möglich hinauszögern, um weiter mit XP zu arbeiten. Diane Hagglund sagt, selten seien Anwender mit einem System so verheiratet gewesen wie mit XP.

Als Gründe für das Zögern mit Windows 7 werden Zweifel an der Kompatibilität und Scheu vor den Kosten der Migration genannt. Diane Hagglund glaubt aber, dass das neue Betriebssystem vor allem unter dem schlechten Ruf von Vista leidet.