Neue Tools beleben den Content-Markt

Wissensmanagement ist kein reines IT-Projekt

22. Juli 2004
Von Detlef Scholz
Unternehmen realisieren oft den Wettbewerbsvorteil von Wissens-Management-Systemen nicht. Sie wenden Wissen nicht effizient an. Die PA Consulting Group zieht nach einer Dekade Wissens-Management eine Zwischenbilanz in Form einer Studie.

Mehr als 90 Prozent der befragten Studienteilnehmer haben Wissensmanagement-Projekte aufgesetzt. Bei über zwei Drittel der Unternehmen ist es sogar Bestandteil mehrerer ProjekteProjekte. Oft wurde Wissensmanagement auch als eigenständige Initiative implementiert. Die Verantwortlichen trieben dann die Entwicklung einer Wissenskultur im Unternehmen aktiv voran. Alles zu Projekte auf CIO.de

Wissen über den Kunden ist für die meisten Unternehmen am wichtigsten.
Wissen über den Kunden ist für die meisten Unternehmen am wichtigsten.

Die entsprechenden Lösungen haben in der Vergangenheit den angestrebten Nutzen allerdings häufig verfehlt. Da nun aber immer mehr ausgereifte Tools verfügbar sind, prognostizieren Analysten wie Gartner eine Renaissance des Wissensmanagements als zunehmend wichtige Unternehmensdisziplin.

Fast alle Studienteilnehmer halten die Wiederverwendung des Wissens im Unternehmen für wichtig. Das zeigt einerseits die große Erwartungshaltung der Unternehmen bei der Nutzung des existierenden Wissens. Andererseits wird deutlich, dass Initiativen für Wissensmanagement eine durchgängig hohe Akzeptanz erlangt haben.

Die Unternehmen sind sich uneinig darüber, wie viel des möglichen jährlichen Umsatzes sie durch mangelhaftes Wissensmanagement nicht realisieren: Mehr als zwei Drittel der Befragten schätzen den Anteil auf über fünf Prozent, einige gehen gar von 20 Prozent aus. Die breite Streuung der Antworten zeigt hier jedoch, dass die meisten Unternehmen die Auswirkungen kaum quantifizieren können.

Erwartungen müssen quantifiziert werden

Die Untersuchung nennt drei wichtige Faktoren für ein erfolgreiches Wissensmanagement.