Autozulieferer

ZF Friedrichshafen will Continental und Bosch einholen

20. September 2016
ZF Friedrichshafen will sich unter anderem mit Investitionen im Nutzfahrzeuggeschäft an die größeren Konkurrenten Bosch und Conti heranpirschen. Insgesamt will ZF-Chef Stefan Sommer rund eine Milliarde Euro in den Bereich stecken, sagte er dem "Handelsblatt".
ZF will mehr sein als nur Getriebehersteller.
ZF will mehr sein als nur Getriebehersteller.
Foto: ZF Friedrichshafen AG

Enthalten darin ist schon der Kaufpreis für die geplante Übernahme des schwedischen Herstellers von Nutzfahrzeugbremsen Haldex, für den ZF umgerechnet 507 Millionen Euro bietet. ZF hat dafür nach eigenen Angaben mittlerweile alle nötigen kartellrechtlichen Genehmigungen zusammen - nun müssen noch die Haldex-Aktionäre zustimmen. ZF liefert sich um die Schweden ein Bieterrennen mit dem Münchener Bremsenhersteller Knorr-Bremse.

ZF ist zudem gerade dabei, den Zulieferer TRW in den Konzern zu integrieren. Das Unternehmen übernehme sich mit den Zukäufen aber nicht, versicherte Sommer. "Bei den kleineren Übernahmen geht es um Know-how auch für die Zukunftsthemen", sagte er. ZF könne sowohl die Integration von TRW und eine Übernahme von Haldex finanziell und organisatorisch gut stemmen. "Wir streben die Augenhöhe mit Conti und Bosch an", sagte Sommer. Bosch und Continental sind die beiden größten deutschen Autozulieferer.

"Wir haben mit Haldex das Ziel, im Nutzfahrzeugbereich ein Komplettanbieter zu werden", sagte Sommer vor der kommende Woche beginnenden Branchenmesse IAA Nutzfahrzeuge in Hannover. Insbesondere mit der Haldex-Technologie für die Druckluftbremse will ZFZF Lücken schließen. "Damit sind wir bei Nutzfahrzeugen in der gleichen Position wie bei Pkw, beherrschen Lenkung, Bremse, Getriebe, Sensorik und Elektronik." Das alles sei etwa für autonomes Fahren nötig. (dpa/rs) Top-500-Firmenprofil für ZF Friedrichshafen AG

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