Karriere-Ratschläge für IT-ler

7 klassische Bewerbungsfehler

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Sie stellen im Vorstellungsgespräch zu wenige Fragen oder bedanken sich nicht für den Termin. IT-lern unterlaufen beim Bewerben immer wieder vermeidbare Fehler.
Man kann es nicht oft genug wiederholen: Bereiten Sie sich auf das Bewerbungsgespräch gut vor.
Man kann es nicht oft genug wiederholen: Bereiten Sie sich auf das Bewerbungsgespräch gut vor.
Foto: MEV Verlag

Dass mancher IT-ler keinen Job findet, könnte an Fehlern bei der Bewerbung liegen, sagt Meridith Levinson von CIO.com. Levinson hat sich unter Personalern umgehört und sieben typische Schwächen zusammengestellt.

1. Lügen bei der Qualifikation: Es muss ja nicht gleich der erschwindelte Doktor-Titel sein, aber falsche Angaben zur Qualifikation sind ein absolutes Knock-out-Kriterium. Laut Levinson gehört das zum Schlimmsten, was ein Bewerber machen kann.

2. Unvorbereitet zum Vorstellungsgespräch kommen: Auch wenn die Bewerbung auf eine IT-Stelle abzielt, sollte sich der Kandidat über das gesamte Unternehmen informieren. Dazu gehört zum Beispiel auch, sich in die Firmenkultur einzulesen. Weil heute fast jede Firma Selbstdarstellungen auf ihrer Homepage verbreitet, ist gründliche Vorbereitung kein Problem.

3. Eine negative Einstellung mitbringen: Man mag sich über frühere Arbeitgeber geärgert haben - das ist in einem Vorstellungsgespräch aber Tabu. Denn der potenzielle neue Arbeitgeber wird sich fragen, wie lang es wohl dauert, bis sich der Bewerber auch über die neue Firma negativ äußert.

4. Falsche oder keine Fragen stellen: Wer als Bewerber seinerseits keine Fragen an den potenziellen Arbeitgeber richtet, wirkt desinteressiert. Kandidaten sollten sich daher genug Fragen überlegen, die sie stellen wollen. Mit Einschränkungen allerdings: Themen wie Urlaub oder Benefits sollten nicht im Vordergrund stehen.

5. Schlendern statt rasen: Dieser "Fehler" könnte auch auf Seiten des Arbeitgebers angesiedelt werden. Levinson berichtet von einem Manager, der Bewerber durch das Unternehmen führt - und darauf achtet, ob sie "zu langsam gehen". Wer sich seinem Gehtempo nicht anpasse, so das Credo des Managers, könne auch beim Arbeitstempo des Unternehmens nicht mithalten.

Was nach dem Vorstellungsgespräch zu tun ist

6. Das Vorstellungsgespräch nicht beenden: Wenn alle Punkte besprochen und alle Fragen geklärt sind, ist das Gespräch noch nicht vorbei. Bewerber sollten am Ende des Termins nachfragen, ob der Personaler nochirgend etwas wissen möchte. Variante: Sie fassen in einigen wenigen Sätzen zusammen, warum sie der geeignete Kandidat für die Stelle sind.

7. Im Dunkeln verschwinden: Noch nicht einmal, wenn er wieder zu Hause ist, kann der Jobsuchende das Bewerbungsgespräch abhaken. Denn jetzt muss er den Termin nachbereiten, so Levinson. Konkret: Er sollte eine Mail schicken und sich für das Gespräch bedanken. Zu viele IT-ler verschwänden einfach im Dunkeln - was der Personaler als Desinteresse auffassen könnte.