Kriminalstatistik

70 Prozent der Cybercrime-Fälle bleiben ungeklärt

09. November 2014
Ermittler in Deutschland klären weniger als ein Drittel der bekannten Fälle von Internetkriminalität auf. 70 Prozent der Cybercrime-Fälle blieben derzeit ungeklärt, sagte der scheidende Chef des Bundeskriminalamts (BKA), Jörg Ziercke.

"Das kann niemanden zufriedenstellen", sagt Jörg Ziercke. Die Zahl der in der Kriminalstatistik registrierten Cybercrime-Fälle stieg zuletzt kontinuierlich. Im vergangenen Jahr wurden mehr als 64000 Fälle erfasst - das war ein Plus von gut 14000 seit dem Jahr 2009. Die Ermittler gehen davon aus, dass das Dunkelfeld noch viel größer ist. Als aktuelles Cybercrime-Phänomen gilt laut BKA unter anderem der Diebstahl digitaler Identitäten, etwa von Account-Daten für E-Mail- oder E-Commerce-Konten. (dpa/rs)

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