Kosten, Netzwerk, SSO

8 Tipps fürs Management virtueller Desktops

15. November 2012
Von Tim Greene und Hartmut  Wiehr

2. Energie sparen

Wenige Server mit virtuellen Maschinen (VMs) verbrauchen einen geringeren Prozentsatz an Strom. Unternehmen, die auf VDI umsteigen wollen, sollten sich aber vom Hersteller oder Systemhaus ausrechnen lassen, wie viel genau eingespart werden kann. Grobe Angaben helfen hier nicht weiter, da sie sich oft in der Praxis als fehlerhaft und unzutreffend erweisen.

3. IT-Service-Zugriffe zurückfahren

In einer Infrastruktur für virtuelle Desktops kommt der Performance des Netzwerks eine zentrale Rolle zu.
In einer Infrastruktur für virtuelle Desktops kommt der Performance des Netzwerks eine zentrale Rolle zu.
Foto: Citrix

Der IT-Leiter des US-Krankenhauses Beaufort Memorial Hospital in South Carolina berichtet, dass man mit VDI die Anrufe beim internen IT-Service reduzieren konnte: Zum einen weil die IT-Abteilung nun über mehr direkte Kontrolle über Applikationen, Daten und Gerätepark verfügt, zum anderen weil die User jetzt durch Helpdesk-Angebote im Intranet manche Probleme wie zum Beispiel vergessene Passwörter selbst lösen könnten. Das ist in der alten, dezentralisierten Welt so nicht möglich gewesen.

4. Netzwerkengpass überwinden

Wer sich auf VDI einlässt, setzt auf ein funktionierendes Netzwerk. Schließlich geht bei diesem Infrastruktur-Ansatz jede Arbeit mit einer Applikation und jeder Datenzugriff über die Netzleitungen. Es empfiehlt sich von daher, das vorhandene Know-how der VDI-Anbieter anzuzapfen, um von Anfang an über ein stabiles Netz zu verfügen. Die Anbieter sind schon länger mit der Problematik der entsprechenden Ausrüstung und dem Vermeiden von Latenzen konfrontiert. Außerdem sollte man Testphasen für bestimmte Workflows und begrenzte User-Gruppen einrichten, um die Infrastruktur und den Netzverkehr ersten Kontrollen zu unterziehen.

5. Single-Sign-On (SSO) für mobile Arbeitsplätze

Ob Retail, Healthcare oder andere Branchen: Viele Beschäftigte arbeiten nicht nur an einem festen Arbeitsplatz, sondern wechseln mehrmals täglich innerhalb des Unternehmens in andere Abteilungen oder an andere Stellen. Dabei erweist es sich als äußerst lästig, wenn man sich an anderen PCs oder Geräten jedes Mal von neuem einloggen muss. Single-sign-on ermöglicht es zum Beispiel Ärzten oder Pflegern, innerhalb des internen Netzwerks sicher angemeldet zu bleiben. Die wiederholte Anmeldeprozedur entfällt, und man kann sich direkt seinen Aufgaben widmen. Eine weitere Verbesserung sind Badge-Systeme, bei denen man mit der persönlichen Badge-Karte an allen virtuellen Desktops des Unternehmens sofort eingelogged ist und mit allen geöffneten Applikationen weiterarbeiten kann.