Problematische Finanzierung

Anbieter glauben nicht an Breitband-Ausbau

Johannes Klostermeier ist ein freier Journalist aus Berlin. Zu seinen Spezialgebieten zählen unter anderem die Bereiche Public IT, Telekommunikation und Social Media. Auf cio.de schreibt er über CIO Auf- und Aussteiger.
Die Teilnehmer der Studie "Branchenkompass 2011 Telekommunikation" zweifeln an den ehrgeizigen Breitband-Ausbau der Bundesregierung. Sie halten die Pläne für illusorisch.
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Mehr als acht von zehn Telekommunikationsunternehmen rechnen damit, dass die Bundesregierung ihre Ziele beim Netzausbau verfehlen wird. Sie halten die Pläne für illusorisch, bis 2014 drei Viertel der Haushalte mit superschnellen Anschlüssen von mehr als 50 Megabit pro Sekunde auszustatten. Im Ausbau der Netze sehen die Firmen die größten infrastrukturbezogenen Probleme.

Zu diesem Ergebnis kommt zumindest die Studie „Branchenkompass 2011 Telekommunikation“ von Steria Mummert Consulting in Zusammenarbeit mit dem F.A.Z.-Institut.

Im Oktober und November 2010 befragte das Marktforschungsinstitut Forsa hundert Führungskräfte der größten Telekommunikationsunternehmen Deutschlands zu den Branchentrends sowie zu den Strategien und Investitionszielen bis 2013. Die Telekommunikationsunternehmen wünschen sich demnach einen schnellen Fortschritt beim Breitbandaufbau sowie -ausbau.

42 Prozent sehen hier dringenden Investitionsbedarf. So sind laut Bundeswirtschaftsministerium nur für knapp 40 Prozent der Haushalte Dienste mit Übertragungsgeschwindigkeiten von mindestens 50 Mbit/s verfügbar (Stand Herbst 2010).